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		<title>Daniels Weblog</title>
		<description>Daniels Weblog zu allerlei Themen</description>
		<link>http://www.dbrunner.de</link>
		
			<item>
				<title>Gießkanne oder nicht?</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2012/02/28/giekanne-oder-nicht.html&quot;&gt;Gießkanne oder nicht? &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;


&lt;p&gt;
   Zu dem wohl bisher nicht veröffentlichten Gutachten einiger
   Wirtschaftsforschungsinstitute zur Förderung der Neuen Länder wurde
   heute morgen im Deutschlandfunk der Wirtschaftsminister von
   Thüringen, Matthias Machnig &lt;a href=&quot;http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1688517/&quot;&gt;interviewt.&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
   Er sagt dort zum Plädoyer eine Förderung nach dem
   Gießkannenprinzip einzustellen:
&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;

&lt;p&gt;&quot;Alle Jahre wieder kommen solche Thesen auf, sie haben mit der
 Realität nichts zu tun, weil die Behauptung, man würde mit der
 Gießkanne Fördermittel verteilen, das ist lange vorbei.&quot;
&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;


&lt;p&gt;
   Nun kenne ich nicht die ganzen Programme, die dort etabliert sind
   und ich weiß auch nicht, wie die jeweiligen Programme in Thüringen
   vor Ort umgesetzt werden. Ich gehe aber einmal davon aus, dass sich
   zwischenzeitlich eine irgendwie geartete &quot;Priorisierung&quot; etabliert
   hat.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
   Ich möchte jedoch auf ein grundsätzliches Problem aufmerksam
   machen: Im Bereich der Städtebauförderung (hier ist beispielsweise
   über das Programm &quot;Stadtumbau Ost&quot; auch eine spezifische regionale
   Förderung durchgeführt und etabliert worden) stellt sich regelmäßig
   die Frage, wie die Mittel der Programme auf die Länder zu verteilen
   sind. So hat sich die Bauministerkonferenz in einer Arbeitsgruppe
   darüber Gedanken gemacht und ihre bisherige Verteilung im Sinne
   einer &quot;problemorientierten&quot; Verteilung &lt;a href=&quot;#www.mbv.nrw.de-verkehr-...-Niederschrift_BMK_09_2008.pdf&quot;&gt;im Jahr 2008&lt;/a&gt;
   fortentwickelt. Hier sind 70% der Mittel nach Bevölkerung zu
   verteilen und die restlichen Prozente nach Bevölkerungsverlusten,
   Arbeitslosigkeit, Ausländeranteil, überdurchschnittlichem
   Bevölkerungsanteil über 65 Jahre.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
   So. Und nun schauen wir einmal in die &lt;a href=&quot;#www.stmi.bayern.de-imperia-md-content-stmi-bauen-...-vv_2011.pdf&quot;&gt;Verwaltungsvereinbarung Städtebauförderung 2011&lt;/a&gt; und sehen diesen oder einen sehr ähnlichen
   Schlüssel für alle Teilprogramme: 70% der Mittel nach Bevölkerung,
   der Rest nach anderen Indikatoren.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
   Nun frage ich mich: Was ist denn eine Verteilung nach Bevölkerung
   anderes als die oben beschriebene Gießkanne? Es müsste doch ein
   Zusammenhang zwischen Bevölkerung und dem jeweils zu behebenden
   Problem des Teilprogramms herzustellen sein. Der Nachweis wäre,
   insbesondere für den Wohnungsleerstand im Programm Stadtumbau Ost,
   ja erst noch zu erbringen. Bei einem Gespräch mit einem mit der
   Materie befassten habe ich vor Jahren einmal zu hören bekommen:
   Etwas anderes als nach Bevölkerung ist politisch gar nicht
   umsetzbar aber es ist natürlich im Grunde die Verteilung mit der
   Gießkanne und nicht nach dem Bedarf.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
 (Dieser Artikel hat einen
 &lt;a href=&quot;http://www.blablameter.de&quot;&gt;Blablameter-Wert&lt;/a&gt; von 0.32.)   
&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2012/02/28/giekanne-oder-nicht.html</link>
			</item>
		
			<item>
				<title>Zu den Rating-Agenturen und ihren Ratings</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2012/01/17/zu-den-rating-agenturen-und-ihren-ratings.html&quot;&gt;Zu den Rating-Agenturen und ihren Ratings &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;



&lt;p&gt;
   Frankreich verlor die Bestnote und sofort nehmen einige erneut die
   Rating-Agenturen in das Blickfeld (siehe bspw. den Bericht in der
   &lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/abwertung-von-efsf-und-euro-laendern-koalition-will-europaeischen-rivalen-fuer-us-rating-agenturen-1.1259582&quot;&gt;Süddeutschen&lt;/a&gt;). Hierzu ist auch der kleine Blick von &lt;a href=&quot;http://krugman.blogs.nytimes.com/2012/01/14/sp-on-europe/&quot;&gt;Paul Krugman&lt;/a&gt;
   auf die Begründung von Standard &amp;amp; Poor's sehr interessant. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
   Zur gleichen Zeit, in der in den Medien und auf der Straße die
   Schulden- und Euro-Krise diskutiert wird, nimmt ein weiterer
   Diskussionsstrang an Fahrt auf: Nutzen Volkswirte eigentlich die
   richtigen Ansätze und Modelle für ihre Theorien? So beispielsweise
   in den &lt;a href=&quot;http://t.co/ZTpHdxun&quot;&gt;VDI-Nachrichten&lt;/a&gt; oder auch mit Hinblick auf die Fragen von
   Studierenden nach alternativen Modellen beim &lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,803953,00.html&quot;&gt;Spiegel&lt;/a&gt;.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
   Beide Entwicklungen hängen meines Erachtens an einer Stelle
   zusammen, dazu möchte ich allerdings ein wenig ausholen:
&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;Seit einiger Zeit (bestimmt gut 10-15 Jahre) hat sich in der
      Sicht auf die Unternehmensfinanzierung ein Wandel vollzogen. War
      gerade in Deutschland in früherer Zeit das Hausbankenprinzip
      vorherrschend, also Kreditbeziehungen zwischen Kreditnehmer und
      Bank, so hat sich dies in den letzten Jahren (auch regulatorisch
      erkennbar bspw. an Basel II) gewandelt zu einer stärker
      kapitalmarktorientierten Sicht auf die Finanzierung. In der soll
      gleichsam der Kapitalmarkt für die rechte Allokation des
      Finanzkapitals sorgen und sich die Unternehmen gemäß ihren
      Aussichten und Ideen um dieses Kapital bewerben. Damit verändert
      sich allerdings der Aufgabenbereich der Bank. War die Hausbank
      als Gläubiger früher selbst daran interessiert, dass sie mit
      Informationen über ihre Kreditnehmer versorgt wird, so schwindet
      dies Interesse, wenn sie lediglich für das Platzieren einer
      Anleihe oder den Zugang zum Kapitalmarkt benötigt wird. Eine
      solchermaßen tätige Bank wird ja nicht selbst zum Gläubiger,
      sondern verdient ihr Geld am Zusammenbringen von Investoren und
      kapitalsuchenden Unternehmen. Damit die Investoren jedoch eine
      Möglichkeit erhalten, die Unternehmen zu beurteilen, müssen sie
      sich, da ihnen die Einsichtsmöglichkeiten wie bei einer Hausbank
      früher verwehrt sind, auf den Ratschlag eines externen Dritten
      verlassen, dem externen Rating durch eine Rating-Agentur.&lt;sup&gt;&lt;a class=&quot;footref&quot; name=&quot;fnr.1&quot; href=&quot;#fn.1&quot;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;

&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Wären alle Randbedingungen (wie Nachfrage, Produktionsbedingen
      etc.) eines Marktes oder einer Volkswirtschaft bekannt, so
      verbliebe im Prinzip ein reines Allokationsproblem zwischen
      Anbietern und Nachfragern. Dies könnte im Extremfall auch ein
      Computerprogramm erledigen. Nun ist es in der Realität aber so,
      dass viele Dinge völlig unklar und unbekannt sind und
      darüberhinaus auch die Zukunft für die Akteure reichlich
      ungewiss ist. Tätigwerden an einem Markt bedeutet dann, die
      eigenen Schlüsse aus dem für einen selbst verfügbaren
      Datenmaterial zu ziehen und etwas auszuprobieren. In der Folge
      lässt sich erkennen, ob diese Initiative von Erfolg gekrönt
      wurde oder nicht und entsprechend neue Ideen und Initiativen
      daraus ableiten. Zugleich lassen sich Vorstöße von Wettbewerbern
      beobachten und ggf. nachmachen, also imitieren. Der Wettbewerb
      ist also nicht statisch, sondern besteht aus einer Vielzahl von
      vorstoßenden und nachstoßenden Akten. Damit wird unmittelbar
      klar, dass der Wettbwerb in einem solchen Markt von einer
      gewissen Heterogenität geprägt sein wird: Es wird initiative
      Unternehmen geben, die mit neuen Produkten oder
      Produktionsverfahren experimentieren, es wird eher reagierende
      Unternehmer geben, die beobachten und abwarten, sich eher auf
      bisher Bewährtes konzentrieren und ggf. einfach etwas
      imitieren.

&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Wendet man diese Überlegung nun auf die Finanzierung
      von Unternehmen an, so kann man die Frage aufwerfen, warum man
      in Europa die eigenen Strukturen des Hausbankenprinzips auf
      Kosten der Kapitalmarktorientierung zurückgedrängt hat. Wäre es
      nicht im Sinne der Heterogenität sinnvoll, ein alternatives
      Konzept am Markt zu testen? Hier deutet sich schon ein erster
      Zusammenhang zur Theoriebildung in der Volkswirtschaftslehre
      an. Im Zuge der Verhandlungen über Basel II ist es schlicht
      nicht gelungen, sich mit eigenen theoretischen Vorstellungen
      gegenüber einem stärker am Kapitalmarkt orientierten Modell
      durchzusetzen.&lt;sup&gt;&lt;a class=&quot;footref&quot; name=&quot;fnr.2&quot; href=&quot;#fn.2&quot;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;

&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Wer sind nun diese Rating-Agenturen? Es fällt auf, dass es in
      Bezug auf die großen Schuldner nur einige wenige Agenturen
      gibt. In Bezug auf die Staatsschuldenkrise werden hier häufig
      Standard &amp;amp; Poor's, Fitch, Moody's genannt. Deren Ratings haben
      mit Sicherheit einen sehr großen Einfluss. Klar jedoch ist, dass
      diese Agenturen natürlich nur mit dem Blick durch ihre eigene
      theoretische Brille zu ihren Einschätzungen kommen können. Und
      diese ist wahrscheinlich (man mag mich da gerne korrigieren, ich
      habe es nicht geprüft) von der US-amerikanischem
      Mainstream-Ökonomie beeinflusst.&lt;sup&gt;&lt;a class=&quot;footref&quot; name=&quot;fnr.3&quot; href=&quot;#fn.3&quot;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Es wundert daher nicht, dass die Einschätzungen der
      Rating-Agenturen sich in einer gewissen Weise gleichen oder
      gleichen Ansätzen folgen. Auch hier die Frage: Fördert
      Gleichförmigkeit im Denken und in den Ansätzen den Wettbewerb?
      Sollten nicht alternative Rating-Konzepte am Markt getestet
      werden?

&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Und hier schließt sich der Kreis von den Rating-Agenturen hin
      zur Frage, wie Volkswirtschaftslehre überhaupt gelehrt
      wird. Märkte, aber auch Wissenschaftssysteme, die von
      Gleichförmigkeit geprägt sind, können alternative und
      unterschiedliche Hypothesen nicht prüfen. Der Wettbewerb
      auf Märkten, der Wettbewerb um die besten Theorien der
      Wirtschaftswissenschaften, benötigt eine gewisse
      Heterogenität. Es wird daher spannend zu sehen sein, ob sich aus
      der momentanen Krise alternative Konzepte entwickeln und ob sie
      sich an ihren jeweiligen Märkten bewähren können.
&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;


&lt;p&gt;   
 (Dieser Artikel hat einen &lt;a href=&quot;http://www.blablameter.de&quot;&gt;Blablameter-Wert&lt;/a&gt; von 0.22.)
&lt;/p&gt;
&lt;div id=&quot;footnotes&quot;&gt;
&lt;h2 class=&quot;footnotes&quot;&gt;Fu&amp;szlig;noten: &lt;/h2&gt;
&lt;div id=&quot;text-footnotes&quot;&gt;
&lt;p class=&quot;footnote&quot;&gt;&lt;sup&gt;&lt;a class=&quot;footnum&quot; name=&quot;fn.1&quot; href=&quot;#fnr.1&quot;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Ich will nun hier nicht in die Diskussion einsteigen, ob das
      eine oder das andere System besser ist, dazu gäbe es sicherlich
      eine Menge zu sagen, aber das soll hier nicht der Punkt sein.
&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;footnote&quot;&gt;&lt;sup&gt;&lt;a class=&quot;footnum&quot; name=&quot;fn.2&quot; href=&quot;#fnr.2&quot;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Dass man sich nun über die Folgen wundert,
      ist folglich völlig unverständlich, siehe bspw. mein Blogpost
      zum Vorhaben der EU, den Rating-Agenturen unter bestimmten
      Bedingungen die Publikation von Länderratings zu untersagen:
      &lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2011/10/20/eu-will-lnderrtings-verbieten.html&quot;&gt;http://www.dbrunner.de/blog/2011/10/20/eu-will-lnderrtings-verbieten.html&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;footnote&quot;&gt;&lt;sup&gt;&lt;a class=&quot;footnum&quot; name=&quot;fn.3&quot; href=&quot;#fnr.3&quot;&gt;3&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Einigen der Schimpftiraden
      über die deutschen Ökonomen kann ich allerdings nicht so recht
      folgen. So wurde den Ökonomen in Deutschland über viele Jahre
      vorgehalten, sie seien international wissenschaftlich nicht
      &quot;anschlussfähig&quot;, publizierten zuwenig in den großen
      Journalen. Nun sind diese, wie man leicht prüfen kann, in der
      Regel US-amerikanische oder britische Zeitschriften. Will man
      dort landen, muss man sich ein Stück weit natürlich auf die
      Weltsicht des Mainstreams einstellen. Es gibt Ausnahmen,
      zugegeben. Aber grob skizziert lande ich mit einem Standardthema
      und einer Mainstream-Methodik eher im American
      Economic Journal als mit etwas sehr Ausgefallenem und
      Unüblichen.
&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2012/01/17/zu-den-rating-agenturen-und-ihren-ratings.html</link>
			</item>
		
			<item>
				<title>Zu den negativen Zinsen</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2012/01/10/zu-den-negativen-zinsen.html&quot;&gt;Zu den negativen Zinsen &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;


&lt;p&gt;
Verschiedene Zeitungen berichteten, es habe nun bei einer aktuellen
Refinanzierungsrunde Deutschlands negative &quot;Zinsen&quot; gegeben. Wie kann
das passieren?
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Bei der Ausgabe einer Anleihe überlegt sich der ausgebende Staat einen
Nominalzins, den er für die Anleihe zahlen würde. Ein Nominalsatz von
1,00% würde bei einer Anleihe von 100 EUR dem Zeichner oder Inhaber der
Anleihe eine jährliche Zinszahlung von 1,00 EUR bringen. Diesen Wert
nennt man auch den Kupon einer Anleihe, da dafür früher tatsächlich
Stücke eines speziellen Bogens als Kupon abgeschnitten werden mussten
und gegen diesen Kupon dann die Zahlung erfolgt.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Nun geht der ausgebende Staat an den Markt und schaut für eine solche
Anleihe, ob die ihm jemand abkaufen würde. Er sagt also: &quot;Ich will 100
EUR und zahle dafür nominal 1,00% im Jahr.&quot;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Wenn er nun ein schlechter Schuldner ist, kann es sein, dass er die
Anleihe dann nur für 90 los wird. Dann ist der Nominalzins immer noch
1,00%, da der Inhaber der Anleihe aber 1,00 EUR für 90 EUR bekommt,
steigt die Rendite, zugleich muss die ausgebende Stelle am Ende der
Laufzeit die 100 EUR zurückzahlen. Umgekehrt kann es auch sein, dass
Leute 110 EUR für die Anleihe bieten, sie bekommen dann am Ende nur
100 EUR zurück und erhalten auch nur eine Zinszahlung von 1,00 EUR pro
Jahr für die angelegten 110 EUR, was dann eine niedrigere Rendite als
1,00% ergibt.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Oder um es noch einfacher zu machen, nehmen wir nun noch an, dass die
Anleihe bereits nach einem Jahr zurückgezahlt wird:
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Wird sie zu 100 verkauft, so ist die Rendite einfach 1%, bei Kurs 101
ist die Rendite 0% (man bekommt am Ende des Jahres ja die 100 plus 1%
Kupon, also 101 wieder, das ist also genau das, was man bei der Ausgabe
gezahlt hat), bei Kurs 102 ist die Rendite dann -1%.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Zusammengefasst, die Rendite sinkt, wenn der Kurs ansteigt und
umgekehrt. Sie kann auch in der Konstellation negativ werden, wenn
beispielsweise ein kleiner Kupon mit einem hohen Kurs einhergeht.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Bei neuen Anleihen schätzt der ausgebende Staat in der Regel vorher ab,
wo die Rendite wohl liegen wird und ruft ein Volumen und einen Kupon
auf. Bei der Schuldenverwaltung in Deutschland liegt man mit dieser
Abschätzung zumeist recht gut, so dass die Rendite oft sehr nah beim
Kupon zu liegen kommt. Das ist bei anderen Ländern in jüngster
Vergangenheit auch schon mal gerne schief gegangen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Bei den in der Presse dargestellten kurzfristigen Titeln handelte es
sich um sogenannte unverzinsliche Schatzanweisungen. Diese
funktionieren nun anders, denn sie haben gar keinen Kupon
(sog.  Nullkuponanleihen oder Zerobonds). Das bedeutet, wenn der
Ausgabepreis unter 100 liegt, ergibt sich eine positive Rendite (der
häufigste Fall), bei der gestrigen Auktion lag der Kurs über 100, damit
wurde die Rendite negativ. Genaugenommen gab es also gar keine
&quot;negative Zinsen&quot;, sondern eine &quot;negative Rendite&quot; 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die aktuellen Informationen zu den Auktionsergebnissen kann man &lt;a href=&quot;http://www.deutsche-finanzagentur.de/fileadmin/Material_Deutsche_Finanzagentur/PDF/Aktuelle_Informationen/Auktionsergebnisse.pdf&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;
einsehen.
&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2012/01/10/zu-den-negativen-zinsen.html</link>
			</item>
		
			<item>
				<title>Wir testen Stress</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2011/12/16/wir-testen-stress.html&quot;&gt;Wir testen Stress &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;


&lt;p&gt;   
   Wie heute bekannt wurde, hat die Gesellschaft für Deutsche Sprache
   in diesem Jahr das Wort &quot;Stresstest&quot; zum Wort des Jahres
   gewählt. &lt;sup&gt;&lt;a class=&quot;footref&quot; name=&quot;fnr.1&quot; href=&quot;#fn.1&quot;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
   Bei der Gelegenheit erinnerte ich mich an folgenden kurzen Kontakt
   mit der GfdS aus dem Jahr 2003: 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
   In der Hitliste der Wörter des Jahres 2003 fand sich unter anderem
   der Begriff Steuerbegünstigungsabbaugesetz. Ich wies die Gesellschaft
   darauf hin, dass es ein solches Gesetz nicht gebe, sondern dass es
   sich wohl um das von der Bundesregierung eingebrachte
   Steuervergünstigungsabbaugesetz (StVergAbG) (zugeleitet dem Deutschen
   Bundestag mit Bundestagsdrucksache 15/287) handeln müsse. Auf diesen
   Hinweis antwortete die Gesellschaft für Deutsche Sprache wie
   folgt: 
&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;

&lt;p&gt;Als Ergebnis der Belegsammlung und einiger Umfragen und Preisaufgaben
lagen uns im geschilderten Fall beide Varianten vor: der Name des
Gesetzes Steuervergünstigungsabbaugesetz und die - wohl eher im
Alltagsdeutsch übliche Form Steuerbegünstigungsabbaugesetz. Letzteres
scheint unseren Einsendern näher zu sein, was sprachliche Gründe haben
kann:  jmdn.  begünstigen vs.  etw. vergünstigen (veraltet)- (&amp;hellip;) Aus
diesem Grunde entschied sich die Kommission für diese Variante.
&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;


&lt;div id=&quot;footnotes&quot;&gt;
&lt;h2 class=&quot;footnotes&quot;&gt;Fu&amp;szlig;noten: &lt;/h2&gt;
&lt;div id=&quot;text-footnotes&quot;&gt;
&lt;p class=&quot;footnote&quot;&gt;&lt;sup&gt;&lt;a class=&quot;footnum&quot; name=&quot;fn.1&quot; href=&quot;#fnr.1&quot;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; &lt;a href=&quot;http://www.gfds.de/presse/pressemitteilungen/161211-wort-des-jahres-2011/&quot;&gt;http://www.gfds.de/presse/pressemitteilungen/161211-wort-des-jahres-2011/&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2011/12/16/wir-testen-stress.html</link>
			</item>
		
			<item>
				<title>Steuerliche Behandlung von Popcorn</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2011/11/28/steuerliche-behandlung-von-popcorn.html&quot;&gt;Steuerliche Behandlung von Popcorn &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;


&lt;p&gt;
   Laut Bundesfinanzhof macht es für die Umsatzsteuer ja einen
   Unterschied, ob man eine Currywurst im Sitzen oder im Stehen am
   Kiosk einnimmt (siehe zum Beispiel
   &lt;a href=&quot;http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/7-prozent-im-stehen-19-prozent-im-sitzen-/4534688.html&quot;&gt;Handelsblatt&lt;/a&gt;). 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
   Gerade lese ich im Steuerrundbrief meines Steuerberaters zur
   Frage, welcher Steuersatz für Nachos und Popcorn im Kino
   anzusetzen ist:
&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;

&lt;p&gt;&quot;Der Bundesfinanzhof hat nun entschieden, dass es sich auch beim
Verkauf von Popcorn und Nachos in einem Kino um die Abgabe von
Standardspeisen handelt. Allein der Umstand, dass Tische und Stühle
im Foyer auch zum Verzehr der Speisen genutzt werden können, führt
nicht dazu, dass es sich insgesamt um eine Dienstleistung
(Umsatzsteuersatz 19%) handelt. Dies wäre nur der Fall, wenn 
das Mobiliar ausschließlich dazu bestimmt ist, den Verzehr der
Lebensmittel zu erleichtern.&quot;
&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;



&lt;p&gt;   
   Mal ganz knapp resümierend: Das ist doch alles völlig grotesk!
&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2011/11/28/steuerliche-behandlung-von-popcorn.html</link>
			</item>
		
			<item>
				<title>Bilanzfehler oder nicht Bilanzfehler</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2011/11/27/bilanzfehler-oder-nicht-bilanzfehler.html&quot;&gt;Bilanzfehler oder nicht Bilanzfehler &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;


&lt;p&gt;
  Der medialen Aufmerksamkeit (zum Beispiel bei der &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-10/hre-bad-bank-2&quot;&gt;ZEIT&lt;/a&gt;) um einen
  vermeintlichen Rechen- oder Bilanzierungsfehler bei der Bad Bank
  der Hypo Real Estate mit dem zauberhaften Namen &quot;FMS
  Wertmanagement&quot;&lt;sup&gt;&lt;a class=&quot;footref&quot; name=&quot;fnr.1&quot; href=&quot;#fn.1&quot;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; stand ich schon immer etwas skeptisch gegenüber.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  Nach einem Gespräch mit einem Bekannten mit Branchenkenntnis
  scheint die neuere Darstellung in der &lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/2011/47/HRE-Bilanzfehler&quot;&gt;ZEIT&lt;/a&gt; der Wirklichkeit am
  nächsten zu kommen (von der dort unterstellten Absicht vielleicht
  einmal abgesehen).
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  Sehr stark vereinfacht ist wohl Folgendes passiert: Geht eine Bank
  Geschäfte und Gegengeschäfte mit einer anderen Bank ein, so
  schließen die Banken untereinander in der Regel sogenannte
  &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Netting_(Finanzen)&quot;&gt;Netting-Vereinbarungen&lt;/a&gt;. Diese stellen sicher, dass im Insolvenzfall
  des Geschäftspartners nur der Saldo bestimmter Geschäfte wirksam
  wird. Im anderen Fall würden die Forderungen in die Insolvenzmasse
  fließen und die Verbindlichkeiten müssten weiter bedient
  werden. Dies würde ein sehr hohes Risiko bedeuten, und um dies zu
  reduzieren schließen Banken untereinander Netting-Vereinbarungen
  ab. Die Saldierung im Insolvenzfall ist an einen Reihe von
  Bedingungen geknüpft wie gleichartiges Geschäft, gleiche Währung,
  gleicher Geschäftspartner etc. Für die Bilanzierung dieser
  Geschäfte hat die Bank nach dem deutschen Bilanzierungsrecht des
  Handelsgesetzbuches nun zwei Möglichkeiten: (1) Grundsätzlich sind
  Forderungen und Verbindlichkeiten getrennt auszuweisen; (2) die
  Bank &lt;i&gt;darf&lt;/i&gt; allerdings bestimmte &quot;Pakete&quot; saldiert ausweisen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  Folglich war die erste FMS Wertmanagement-Bilanz richtig und die
  zweite wohl ebenso. Denn es bestand ein Bilanzierungswahlrecht
  hinsichtlich der Saldierung der Positionen.&lt;sup&gt;&lt;a class=&quot;footref&quot; name=&quot;fnr.2&quot; href=&quot;#fn.2&quot;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  Die ganze Aufregung ist nun eigentlich nur dem Umstand geschuldet,
  dass für den deutschen Schuldenstand aus der FMS
  Wertmanagement-Bilanz nur die Passivpositionen an die EU gemeldet
  werden. Dies ergibt natürlich (Netting hin oder Netting her) ein
  krudes Bild, da in einer Bankbilanz den Passivpositionen natürlich
  auch immer Aktivpositionen gegenüberstehen. Das reine Melden von
  Passivgeschäften wird also bei einer Bankbilanz immer ein schiefes
  Bild auf den Schuldenstand der Bundesrepublik Deutschland werfen.
  Oder anders herum: Die Integration von Bankbilanzen in das
  Rechnungswesen öffentlicher Haushalte ist schwierig bis unmöglich.
&lt;/p&gt;
&lt;div id=&quot;footnotes&quot;&gt;
&lt;h2 class=&quot;footnotes&quot;&gt;Fu&amp;szlig;noten: &lt;/h2&gt;
&lt;div id=&quot;text-footnotes&quot;&gt;
&lt;p class=&quot;footnote&quot;&gt;&lt;sup&gt;&lt;a class=&quot;footnum&quot; name=&quot;fn.1&quot; href=&quot;#fnr.1&quot;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Beim &lt;a href=&quot;http://neusprech.org/fms-wertmanagement/&quot;&gt;Neusprech-Blog&lt;/a&gt; gibt es zum Namen eine
  schöne Analyse.
&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;footnote&quot;&gt;&lt;sup&gt;&lt;a class=&quot;footnum&quot; name=&quot;fn.2&quot; href=&quot;#fnr.2&quot;&gt;2&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Auf Feinheiten wie
  Bilanzkontinuität und die Erläuterung der Ansätze im Anhang gehe
  ich hier aus Vereinfachungsgründen nicht ein.
&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2011/11/27/bilanzfehler-oder-nicht-bilanzfehler.html</link>
			</item>
		
			<item>
				<title>Schwarz-gelber Subventionsabbau</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2011/11/07/schwarz-gelber-subventionsabbau.html&quot;&gt;Schwarz-gelber Subventionsabbau &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;


&lt;p&gt;   
   &lt;i&gt;Kleine Vorbemerkung:&lt;/i&gt; Im vergangenen Jahr hatte ich mich mehr
   zufällig als absichtlich mit dem Biersteuergesetz &lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2010/07/02/vorsicht-vor-den-marginalien-bei-steuervereinfachung-und-subventionsabbau.html&quot;&gt;beschäftigt&lt;/a&gt;. Es
   ging hauptsächlich um die Rechtfertigung für die Steuerbefreiung
   des Haustrunks im Rahmen der Subventionsberichterstattung der
   Bundesregierung. Diese findet sich seit 1918 in den Regelungen zur
   Biersteuer und da es sich um eine &quot;Marginalie&quot; handele, sei keine
   Evaluierung und auch kein Abbau vorgesehen, darüberhinaus bestehen
   die Gründe für die Einführung (welche waren das noch mal?)
   weiterhin fort.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
   Zum 1.7. diesen Jahres trat eine Erweiterung der
   Umsatzsteuerschuldnerschaft auf steuerpflichtige Lieferungen von
   Mobilfunkgeräten und integrierten Schaltkreisen ab einer
   Bemessungsgrundlage von 5.000 EUR in Kraft. Dies wollte ich im
   Original nachlesen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
   Also greife ich zur &lt;a href=&quot;http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/051/1705127.pdf&quot;&gt;Bundestagsdrucksache 17/5127&lt;/a&gt;, in der sich der
   zugehörige Gesetzentwurf befand. Dabei handelt es sich aber um
   einen Gesetzentwurf zur Änderung von
   Verbrauchssteuergesetzen. Irgendwie ging es um sprachliche und
   sonstige der Rechtsklarheit dienende Veränderungen (Umstellung von
   Steuerentlastungen auf Steuerbefreiungen und so etwas, soweit ich
   das verstanden habe). Also nichts, was irgendwie mit Mobilfunk oder
   integrierten Schaltkreisen zu tun hätte.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
   Die Veränderung der Umsatzsteuerschuldnerschaft wurde, warum auch
   immer, vom Finanzausschuss des Deutschen Bundestages während der
   Beratungen noch in dieses Gesetz &lt;a href=&quot;http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/055/1705510.pdf&quot;&gt;eingeschoben&lt;/a&gt;. Diese
   Huckepackgesetzgebund empfinde ich ja schon immer als etwas
   merkwürdig.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
   Aber, so denke ich, wenn ich das schon mal in der Hand habe, dann
   schaue ich doch einfach einmal nach, ob denn nun wenigstens ein
   bisschen Subventionsabbau um sich gegriffen hat. Das Ergebnis ist
   wenig überraschend: Im &lt;a href=&quot;http://www.gesetze-im-internet.de/bierstg_2009/BJNR190800009.html&quot;&gt;§ 23 des Biersteuergesetzes&lt;/a&gt; findet sich nach
   wie vor die Steuerbefreiung für den Haustrunk. Na, das war ja nach
   Bekunden der Bundesregierung ohnehin nur eine Marginalie, woher
   soll da die Kraft für eine Änderung kommen?
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
   &lt;i&gt;Kurzer Nachtrag:&lt;/i&gt; Der Gesetzentwurf zur Regelung der
   Verbrauchsteuern war wohl fraktionsübergreifend gewollt. Jedoch
   sehr fein folgende Anmerkung im Bericht (Bt-Dr. 17/5510, Seite 4):
&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;

&lt;p&gt;&quot;Die &lt;b&gt;Fraktion der SPD&lt;/b&gt; hat angeregt, zu einem späteren Zeitpunkt
grundsätzlich darüber zu beraten, warum Schnupftabak kein
Tabakerzeugnis im Sinne des Tabaksteuergesetzes sei.&quot;
&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;


&lt;p&gt;
   Irgendwie erinnert mich das sehr an
   &lt;a href=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=EGAEHoMMJgc&quot;&gt;http://www.youtube.com/watch?v=EGAEHoMMJgc&lt;/a&gt;.
&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2011/11/07/schwarz-gelber-subventionsabbau.html</link>
			</item>
		
			<item>
				<title>Referendum in Griechenland</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2011/11/02/referendum-in-griechenland.html&quot;&gt;Referendum in Griechenland &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;


&lt;p&gt;
  Der griechische Ministerpräsident hat angekündigt, dass er das
  griechische Volk in einem Referendum über die Sparanstrengungen zur
  Bewältigung der griechischen Staatsschuldenkrise abstimmen lassen
  möchte. In der Folge gerät die europäische Politik und die
  Finanzmärkte in helle Aufregung und ein weiterer Krisengipfel jagt
  den bereits hinter uns liegenden. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  Warum eigentlich diese Aufregung? Zum Ausgangspunkt der aktuellen
  Krise befand sich Griechenland kurz zusammengefasst in folgender
  Situation: Die Schulden des Landes standen in einem nicht mehr
  vertretbaren Verhältnis zur Leistungsfähigkeit des Landes, der
  Schuldendienst schien auf absehbare Zeit nicht mehr
  leistbar. Zugleich war das institutionelle Gefüge verkrustet und
  benötigte dringend Reformen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  Nachdem aufgrund der Mitgliedschaft im Euro-Raum eine Anpassung 
  über den Wechselkurs nicht in Frage kam, gab es im Grunde zwei
  Alternativen: (1) Sofort und unmittelbar den Schuldendienst
  einzuschränken und sich mit den staatlichen und privaten Gläubigern
  zu einigen. Dabei wurde wahrscheinlich diese Alternative angesichts
  des Beispiels Argentinien als wenig attraktiv angesehen. (2)
  Gemeinsam mit den europäischen Partnern Reformen anzugehen. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;  
  Reformen bedeuten dabei, wie auch beobachtbar, einen massiven
  Sparkurs, der sich letztlich bei den Einkommen der Bürger
  niederschlägt. Dieser Kurs würde zu sozialen Spannungen bis hin zu
  sozialen Verwerfungen führen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  Nun mag man sich die Entscheidungssituation wie folgt vorstellen:
  Mit der Einbindung der europäischen Partner über das Vehikel EFSF
  (soweit ich das verstanden habe) kommen diese selbst in einem
  &quot;Insolvenzfall&quot; Griechenlands nicht mehr so leicht aus ihrer Hilfe
  heraus, mit den eingeleiteten Sparreformen können als sinnvoll
  erachtete Reformen angestoßen werden, für die sich in normalen
  Situationen ggf. gar keine Mehrheit finden ließe. Und falls
  sämtliche Bemühungen nicht ausreichen oder die sozialen und
  politischen Spannungen zu groß werden, kann man immer noch die
  Hände heben und sagen: &quot;Wir haben alles versucht, wir können nicht
  mehr.&quot; 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  Die Variante (2) erscheint für mich aus Sicht der griechischen
  Regierung als die deutlich bessere Alternative und dann ist das
  Verhalten Papandreous meines Erachtens doch nur folgerichtig.
&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2011/11/02/referendum-in-griechenland.html</link>
			</item>
		
			<item>
				<title>EU will Länderrätings verbieten</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2011/10/20/eu-will-lnderrtings-verbieten.html&quot;&gt;EU will Länderrätings verbieten &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;

&lt;p&gt;  Da lese ich gerade 
  &lt;a href=&quot;http://www.ftd.de/politik/europa/:umstrittene-bewertungen-eu-will-laenderratings-verbieten/60118331.html&quot;&gt;in der FTD&lt;/a&gt;, dass die EU überlegt, Ratingagenturen zu verbieten,
  Urteile über kriselnde EU-Länder zu veröffentlichen. Ist das
  überhaupt die richtige Fragestellung? 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  So richtig klar ist mir das nämlich nicht: Haben nicht die gleichen
  Politiker immer auf eine stärkere Kapitalmarktorientierung
  gedrängt? Haben wir mit Basel II und anderen Maßnahmen nicht die
  kapitalmarktorientierten Eigenkapitalunterlegungsvorschriften
  erhalten? Ausgehend vom Rating eines Schulderns sollte doch das
  notwendige Eigenkapital bestimmt und in der Folge der Kredit
  passend bepreist werden. Mit dem Effekt, dass dem kriselnden
  Häuslebauer die Banken mit Verstärkung von Sicherheiten um die Ecke
  kommen, mit dem Effekt, dass dem kriselnden Mittelständler die
  Banken die Zinsen nach oben anpassen und mehr Sicherheiten
  verlangen. Wenn nun Staaten kriseln, dann soll noch nicht mal der
  von der Politik vorgesehene Mittler, die Ratingagenturen, ihre
  Zweifel an der Rückzahlungsfähigkeit äußern dürfen?
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  Wie kann man die Finanzmärkte in einer bestimmten Weise regulieren
  und dann über das eigentlich gewollte Ergebnis erstaunt sein?
&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2011/10/20/eu-will-lnderrtings-verbieten.html</link>
			</item>
		
			<item>
				<title>Programm-Bibliotheken und verschiedene Versionsstände</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2011/10/16/programm-bibliotheken-und-verschiedene-versionsstnde.html&quot;&gt;Programm-Bibliotheken und verschiedene Versionsstände &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;


&lt;p&gt;  
  Ich bin ein sehr intensiver Nutzer von &lt;a href=&quot;http://www.orgmode.org&quot;&gt;Org-Mode&lt;/a&gt;, einem speziellen
  Modul/Modus für den Emacs-Editor (ich habe hier auf meiner Homepage
  auch einmal mit einer kleinen &lt;a href=&quot;it/org-mode.html&quot;&gt;Seite&lt;/a&gt; dazu begonnen). Nun ja, was soll
  man sagen: Bei Emacs wird eine recht alte Version mitgeliefert. Ich
  wollte dann mal auch wegen einiger Funktionen die neueste
  nutzen. Also via &lt;code&gt;git&lt;/code&gt; heruntergeladen und eingebunden und Peng,
  irgendwas funktioniert natürlich nicht mehr: Ich benötige pratisch
  täglich den Export von Org-Mode-Dateien nach &lt;code&gt;LaTeX&lt;/code&gt;, der wollte
  aber nicht mehr. Nun kann ich zwar Lisp, aber das Emacs Lisp ist
  doch etwas speziell und die Debug-Möglichkeiten sind etwas &amp;hellip; nun
  ja, altbacken. Kurzum: Das macht überhaupt keinen Spaß. Im Endeffekt
  habe ich dann herausgefunden, dass unter bestimmten Umständen Teile
  des alten, bei Emacs mitgelieferten Codes nachgeladen wird anstelle
  der neuen Distribution. Diese bescheidene Art von Emacs mit Modulen
  und Paketen umzugehen ist wirklich erschreckend. Was dafür wiederum
  total toll war: In der von mir verwendeten Org-Mode-Version war
  wohl ein Fehler, das ganze Ding über die Mailingliste geschickt und
  innert einem halben Tag war der Fehler von anderen Nutzern und von
  Carsten Dominik auch gleich gefixt. Grandiose Antwortzeit! 
&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2011/10/16/programm-bibliotheken-und-verschiedene-versionsstnde.html</link>
			</item>
		
			<item>
				<title>Umbau der Webseite und des Blogs</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2011/10/15/umbau-der-webseite-und-des-blogs.html&quot;&gt;Umbau der Webseite und des Blogs &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;


&lt;p&gt;  
  Manchmal muss man am blutigen Ende ein wenig leiden. Jedenfalls
  funktionierte mein schönes Setup mit Org-Mode und einem kleinen
  Werkzeug für die Blog-Einträge und den Atom-Feed nicht mehr. Ich
  habe versucht, mich in den zehntausenden Zeilen Emacs-Lisp-Code von
  Org-Mode zurecht zu finden, habe es dann aber aufgegeben. Im
  Nachgang hatte ich dann keine große Lust mehr auf Fehlerkorrekturen
  und Herumgebastel und der Blog-Teil blieb eine Weile liegen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  Insbesondere habe ich mich nicht so richtig für eine Variante auf
  Basis von &lt;a href=&quot;https://github.com/mojombo/jekyll/wiki&quot;&gt;Jekyll&lt;/a&gt; begeistern können: Neues Stück Software, das kaputt
  gehen kann und basiert dann auch noch auf einem Haufen Bibliotheken
  und Ruby und damit habe ich es bisher doch noch nicht so recht.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  Wieder gingen Monate ins Land und dann habe ich im Sommer 2011 mal
  damit ein wenig herumexperimentiert und das funktioniert eigentlich
  ganz brauchbar. Beim Update auf die Version 7.7 von Org-Mode brach
  dann auch wieder einmal alles auseinander. Das Leben am blutigen
  Ende hat eben auch so seine Tücken. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  Einzig, den Atom-Feed, den habe ich bisher noch nicht wiederbeleben
  können, dafür gibt es unter &lt;a href=&quot;blog/feed.xml&quot;&gt;einen RSS-Feed&lt;/a&gt;. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  &lt;b&gt;Update:&lt;/b&gt; Und die Links zu den Bildern hier im Blog scheinen auch
   noch nicht so richtig zu tun; da muss ich auch noch einmal ran. 
&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2011/10/15/umbau-der-webseite-und-des-blogs.html</link>
			</item>
		
			<item>
				<title>Constanze Kurz/Frank Rieger, Die Datenfresser</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2011/06/30/constanze-kurzfrank-rieger-die-datenfresser.html&quot;&gt;Constanze Kurz/Frank Rieger, Die Datenfresser &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;


&lt;p&gt;
Nun, ich habe das Buch von Constanze Kurz und Frank Rieger, Die
Datenfresser, gelesen. Hier eine sehr kurze Besprechung:
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die beiden Autoren wollen erklären, &quot;wie Internetfirmen und Staat sich
unsere persönlichen Daten einverbleiben und wie wir die Kontrolle
darüber zurückerlangen.&quot; Thematisch werden automatisierte
Datenanalysen, der Wert der Nutzerdaten, die ökonomischen Mechanismen
hinter sozialen Netzwerken und den Daten der Nutzer und einige Aspekte
des staatlichen Einsatzes zur Datenanalyse vorgestellt und
diskutiert. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Als wichtige Botschaft wird dem Leser mitgegeben, dass seine Daten für
Unternehmen einen Wert darstellen und dass Angebote im Netz dazu
dienen, diese Daten zu erlangen und zu monetarisieren; also Vorsicht
vor Kostenlos-Angeboten, denn im Kern zahlt man auch für ein
kostenloses Angebot, im Zweifel mit seinen Daten. Eine andere
Kernbotschaft läuft darauf hinaus, dass Daten auch missbraucht werden
können, sei es von staatlicher Stelle oder von zwielichtigen
Zeitgenossen. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Das Bändchen mit 272 Seiten ist kurzweilig geschrieben, wechselt
zwischen tatsächlichen Begebenheiten, Sachbuchdarstellung, fiktiven
Geschichten und netzpolitischen und gesellschaftspolitischen
Erwägungen geschickt hin und her. Der leichte und nicht in technische
Details verliebte Sprachstil sowie die Art, wie technische Probleme
dargestellt werden, macht es sicherlich auch einem Laien einfach, den
Themen zu folgen und etwas hinter die Geschäftspraktiken und die
Techniken zu sehen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Das Buch leidet an mancher Stelle etwas, da die Kraft des Arguments
nicht so richtig einschlagen mag. Beispiele sind insbesondere die
Frage, wie man sich denn nun gegen die Datenfresser wehrt oder die
Argumentation gegen die &quot;Wer nichts zu verbergen
hat&amp;hellip;&quot;-Ideologie. Das wirkt an der einen oder anderen Stelle zwar
bemüht, aber nicht so kraftvoll, wie man sich das erhofft
hat. Insbesondere ein schlüssiges Gegenkonzept hätte noch etwas
breiter und prominenter ausgearbeitet werden können. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Auch werden zum Teil Gefahren und Befürchtungen recht abstrakt
beschrieben, manchmal auch mit Hinweis, so etwas sei schon
vorgekommen, aber man hätte es dann an der einen oder anderen Stelle
doch gerne genauer gewusst.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Eher ein Buch zum Verschenken an Leute, die noch nicht so firm im Netz
sind.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;  
&lt;a href=&quot;http://www.fischerverlage.de/buch/Die_Datenfresser/9783100485182&quot;&gt;Constanze Kurz/Frank Rieger, Die Datenfresser, 272 Seiten, S. Fischer Verlag, 16,95 EUR.&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2011/06/30/constanze-kurzfrank-rieger-die-datenfresser.html</link>
			</item>
		
			<item>
				<title>Selbstauskünfte bei Unternehmen</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2010/12/08/selbstausknfte-bei-unternehmen.html&quot;&gt;Selbstauskünfte bei Unternehmen &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;


&lt;p&gt;
Nach dem geltenden &lt;a href=&quot;http://bundesrecht.juris.de/bdsg_1990/__34.html&quot;&gt;Paragraphen 34 des Bundesdatenschutzgesetztes&lt;/a&gt; steht
einem als &quot;Betroffener&quot; einmal jährlich eine Auskunft über die bei
&quot;verarbeitenden Stellen&quot; gespeicherten Daten und Übermittlungen
zu. Ebenso muss der Score-Wert für irgendwelche Bonitätseinstufungen
mitgeteilt werden. So aus dem Kopf fielen mir einige Unternehmen ein
und ich hatte mir vorgenommen, dort einmal vorstellig zu
werden. Jedoch gibt es unter &lt;a href=&quot;http://www.selbstauskunft.net&quot;&gt;http://www.selbstauskunft.net&lt;/a&gt; einen kostenlosen
Internetdienst, der diese Anfragen per Telefax an bekannte Unternehmen
sendet. Also flugs die Daten eingetragen, einen geschwärzten Scan
meines Personalausweises hinzugefügt und die Fax-Maschine von
www.selbstauskunft.net angeworfen. Und siehe da, schon ab dem zweiten
Tag kommen die ersten Rückmeldungen mit Auskünften. Sehr erhellend,
was man dort weiß bzw. was man alles nicht weiß. Man kann dort auch
die Antwortzeit hinterlegen, so dass die Statistiken zum
Antwortverhalten der Unternehmen befüttert werden. Und man kann
abschließend, so die Homepage, auch alle Daten wieder löschen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Wer also einmal diese Selbstauskünfte bei Schufa und anderen einholen
möchte, der sollte auf die Homepage von &lt;a href=&quot;http://www.selbstauskunft.net&quot;&gt;http://www.selbstauskunft.net&lt;/a&gt; einmal
einen Blick werden; denn so ist das Stellen der Anfrage sehr
komfortabel. 
&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2010/12/08/selbstausknfte-bei-unternehmen.html</link>
			</item>
		
			<item>
				<title>Zur Loveparade-Berichterstattung</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2010/08/04/zur-loveparade-berichterstattung.html&quot;&gt;&lt;a name=&quot;id-2010-08-04&quot; id=&quot;id-2010-08-04&quot;&gt;&lt;/a&gt;Zur Loveparade-Berichterstattung &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;


&lt;p&gt;
Ich habe im Online-Angebot der &lt;a href=&quot;http://www.faz.net&quot;&gt;FAZ&lt;/a&gt; einen interessanten Artikel von
&lt;a href=&quot;http://www.stefan-niggemeier.de&quot;&gt;Stefan Niggemeier&lt;/a&gt; zum Umgang der Medien mit dem Unglück während der
Loveparade in Duisburg gefunden: &lt;a href=&quot;http://tinyurl.com/38qx8o5&quot;&gt;&quot;Ein einziger Blick in die Zukunft hätte doch gezeigt&amp;hellip;&quot;&lt;/a&gt; Er kritisiert darin, dass viele Medien
hinterher mit einer Selbstgefälligkeit schrieben, dass es ja für jeden
Laien erkennbar zur Katastrophe kommen musste, im Vorhinein dieselben 
Medien diese aber nicht erkennen konnten. 
&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2010/08/04/zur-loveparade-berichterstattung.html</link>
			</item>
		
			<item>
				<title>Missbrauchsgebühr beim Bundesverfassungsgericht</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2010/07/30/missbrauchsgebhr-beim-bundesverfassungsgericht.html&quot;&gt;&lt;a name=&quot;id-2010-07-30&quot; id=&quot;id-2010-07-30&quot;&gt;&lt;/a&gt;Missbrauchsgebühr beim Bundesverfassungsgericht &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;


&lt;p&gt;
  Will man eine Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht
  einlegen, so sollte diese schon einigermaßen Gehalt haben. Ansonsten
  verdonnert einen das Gericht zu einer Missbrauchsgebühr von bis zu
  2600 Euro (siehe § 34 des Bundesverfassungsgerichtsgesetzes). Beim
  Durchblättern der aktuellen Entscheidungen bin ich auf folgende
  Begründung einer Missbrauchsgebühr gestoßen (Aktenzeichen 1 BvR 2358/08):
&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;

&lt;p&gt;&quot;Den Prozessbevollmächtigten der Beschwerdeführerin wird eine
Missbrauchsgebühr in Höhe von 500 € auferlegt, weil die Erhebung der
Verfassungsbeschwerde missbräuchlich im Sinne von § 34 Abs. 2
BVerfGG war und dieser Missbrauch den Bevollmächtigten der
Beschwerdeführerin zuzurechnen ist. Die &lt;b&gt;völlig ausufernde&lt;/b&gt;
Verfassungsbeschwerde genügt in weiten Teilen offensichtlich nicht
den Anforderungen an eine substantiierte Begründung. Den &lt;b&gt;enormen&lt;/b&gt;
&lt;b&gt;Umfang der Beschwerdeschrift - einschließlich ergänzender&lt;/b&gt;
&lt;b&gt;Schriftsätze von mehr als 330 Seiten -&lt;/b&gt; haben die Bevollmächtigten
der Beschwerdeführerin unter anderem durch &lt;b&gt;umfangreiche, sachlich&lt;/b&gt;
&lt;b&gt;durch nichts gerechtfertigte Wiederholungen mutwillig&lt;/b&gt;
herbeigeführt. Das Bundesverfassungsgericht muss es nicht hinnehmen,
dass es durch eine derart &lt;b&gt;sinnentleerte&lt;/b&gt; Inanspruchnahme seiner
Arbeitskapazität bei der Erfüllung seiner Aufgaben behindert wird
und dadurch anderen Rechtsuchenden den ihnen zukommenden
Grundrechtsschutz nur verzögert gewähren kann (vgl. BVerfG,
Beschluss der 4. Kammer des Zweiten Senats vom 8. Oktober 2001 - 2
BvR 1004/01 -, juris &amp;lt;Rn. 7&amp;gt;; Beschluss der 2. Kammer des Ersten
Senats vom 24. November 2009 - 1 BvR 3324/08 -, juris &amp;lt;Rn. 3&amp;gt;).&quot;
(Hervorhebung von mir, D.B.)
&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;


&lt;p&gt;
  Ich finde, da spricht das Gericht eine deutliche Sprache. Mich würde
  ja die Beschwerdeschrift spaßeshalber interessieren. Vielleicht
  waren es ja - wie ein Bekannter mutmaßte - ohnehin nur 300 Seiten
  Marmeladerezepte.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  Andererseits wies &lt;a href=&quot;http://tobiaswestphal.de/2010/07/beguendung-einer-missbrauchsgebuehr/&quot;&gt;Tobias Westphal&lt;/a&gt; darauf hin, dass pro Seite eine
  Gebühr von knapp 1,50 Euro anfiel. Ging also doch noch.
&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2010/07/30/missbrauchsgebhr-beim-bundesverfassungsgericht.html</link>
			</item>
		
			<item>
				<title>Nachtrag I zum E-Postbrief</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2010/07/26/nachtrag-i-zum-e-postbrief.html&quot;&gt;&lt;a name=&quot;id-2010-07-26&quot; id=&quot;id-2010-07-26&quot;&gt;&lt;/a&gt;Nachtrag I zum E-Postbrief &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;

&lt;p&gt;  Ein Nachtrag zu meinem Eintrag über den E-Postbrief. Da überall von
  &quot;qualifizierter elektronischer Signatur&quot; die Rede ist, möchte ich
  gern auf Folgendes hinweisen: Lässt sich der Benutzer ein Zertifikat
  zum zusätzlichen Verschlüsseln und Signieren erzeugen, so darf man
  sich ob der Güte dieses Schlüssels nicht täuschen. Es handelt sich
  dann nämlich &lt;b&gt;nicht&lt;/b&gt; um eine qualifizierte elektronische Signatur
  nach Signaturgesetz. So leicht erlesbar aus der
  &lt;a href=&quot;https://service.deutschepost.de/epost/downloads/7/Leistungsbeschreibung_E-Postbrief.pdf&quot;&gt;Leistungsbeschreibung E-Postbrief&lt;/a&gt;; dort heißt es unter den
  &quot;Zusatzleistungen&quot;:
&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;

&lt;p&gt;&quot;&lt;b&gt;Persönlich signiert&lt;/b&gt;: Der Absender signiert die Nachricht
zusätzlich mit seinem privaten Schlüssel. Da der private Schlüssel
eine eindeutige Zuordnung zu einem Nutzer ermöglicht, erhöht dies
den Grad der Authentifizierung.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die eingesetzten Verschlüsselungsverfahren erfüllen allerdings nicht
die Voraussetzungen einer qualifizierten elektronischen Signatur
nach dem Signaturgesetz (SigG), so dass gesetzlich vorgesehene
Schriftformerfordernisse nicht erfüllt werden.&quot;
&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;



&lt;p&gt;  
  Schade, so hat die Post noch eine Möglichkeit mit ihrem Produkt zu
  punkten verpasst und lässt den Ball ins Seitenaus rollen. 
&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2010/07/26/nachtrag-i-zum-e-postbrief.html</link>
			</item>
		
			<item>
				<title>Der E-Postbrief, ein Selbstversuch</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2010/07/25/der-e-postbrief-ein-selbstversuch.html&quot;&gt;&lt;a name=&quot;id-2010-07-25&quot; id=&quot;id-2010-07-25&quot;&gt;&lt;/a&gt;Der E-Postbrief, ein Selbstversuch &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;

&lt;p&gt;  So, da &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/ix/meldung/Deutsche-Post-steigt-in-E-Mail-Geschaeft-ein-1037580.html&quot;&gt;kam&lt;/a&gt; er also mit viel Marketingaufwand: Der &lt;a href=&quot;http://www.epost.de&quot;&gt;E-Postbrief&lt;/a&gt; der
  Deutschen Post. Wohl mit Absicht etwas vor der Einführung der
  &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/newsticker/meldung/Rechtssichere-Buerger-E-Post-De-Mail-Besonderheiten-und-Fallstricke-1037231.html&quot;&gt;DE-Mail&lt;/a&gt;, einer Initiative der Bundesregierung. Nachdem dann auch ein
  Werbeflatterer in meinem (normalen) Briefkasten gelandet ist, habe
  ich mir einen Selbstversuch gegönnt und die neue Plattform testen
  wollen. (Erinnern Sie sich übrigens daran, dass die Post, ich glaube
  sogar auch unter der URL &lt;code&gt;epost.de&lt;/code&gt; schon vor Jahren jedem
  Bundesbürger eine lebenslang gültige E-Mail-Adresse versprochen hat?
  Nach einigen Jahren starb dieses E-Mail-Portal-Projekt. Werden schon
  Wetten auf das Ende des E-Postbriefs angenommen?) 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  Die Behauptung der Post, mit der E-Mail käme nun eine besondere Form
  von Rechtssicherheit in das Internet, mag man dem Werbe-Tamtam
  anlasten. Mir wäre nämlich nicht bekannt, dass E-Mails, in denen man
  etwas bestellt oder mit denen man Verträge gestaltet, nicht
  rechtsicher wären. Okay, zugegeben, das Protokoll zum Transport von
  E-Mails hat Probleme (insb. hinsichtlich der Identifizierung des
  Absenders). Aber grundsätzlich werden ständig und in großer Zahl
  Verträge per E-Mail geschlossen, verändert und auch E-Mails als
  Beweisstücke vor Gericht vorgelegt und anerkannt. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  Was mir auch nicht so ganz klar ist: Wenn E-Mail-Adressen der Art
  &lt;code&gt;Hans.Mustermann1.23&lt;/code&gt; und &lt;code&gt;Hans.Mustermann.4&lt;/code&gt; vergeben werden, dann
  weiß ich zwar beim E-Postbrief, dass sich hinter jeder Adresse
  sicher ein Hans Mustermann verbirgt. Aber ob es derjenige Hans
  Mustermann ist, mit dem ich einen Vertrag abschließen will, ist mir
  aus der Adresse nicht erkennbar. Schlicht, solange ich nur die
  E-Mail-Adresse habe, sind Verwechslungen nicht ausgeschlossen. Das
  Durchnummerieren ist nur bedingt schön für den Anwender. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  In der Folge nun einige Erlebnisse. Auf die weiteren konzeptionellen
  Probleme (siehe &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/newsticker/meldung/Kritik-am-E-Postbrief-waechst-1044814.html&quot;&gt;den Eintrag bei Heise.DE&lt;/a&gt; bzw. &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/tp/blogs/8/148074&quot;&gt;den Telepolis-Artikel&lt;/a&gt;)
  will ich gar nicht eingehen, sondern erst einmal das Gefühl des
  Benutzers in den Vordergrund stellen:
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;  
  Nach dem Anmelde-Vorgang, den ich nicht sonderlich komplex fand,
  erhielt ich irgendwann eine SMS, dass mein Postfach freigeschaltet
  sei. Also gleich einmal angemeldet und alle möglich Funktionen
  ausprobiert. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  Trotz der Kritik am vielgescholtene Adressverzeichnis (da nimmt sich
  &lt;a href=&quot;http://gutjahr.biz/blog/2010/07/die-gelbe-gefahr/&quot;&gt;wohl&lt;/a&gt; die Post den Adressverkauf heraus) wollte ich dies testen und
  melde mich mit ein paar Zusatzinformationen an. Anschließend wollte
  ich prüfen, wie denn der Eintrag so aussieht, wenn man sich selbst
  aufruft. Aber, ich finde mich gar nicht im Verzeichnis. Also habe
  ich diese Einstellung wieder deaktiviert. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  Völlig kryptisch ist das Verfahren, &quot;normale&quot; E-Mails zu senden. Man
  muss dazu nämlich ein normales E-Mail-Konto bei einem anderen
  Provider &quot;einbinden&quot;. Kein Problem, denke ich mir, lege eines bei
  meinem Provider an, binde es ein und alles scheint zu
  funktionieren. Allein, die E-Post-Adresse taugt gar nicht zum
  E-Mail-Empfang. Man erhält nur Fehlermeldung erfolgloser
  Zustellungen. Und wenn man umgekehrt eine E-Mail aus dem
  E-Postbrief-Portal senden will, wird die Domain &lt;code&gt;dp-mail.de&lt;/code&gt; als
  Absende-Domain angehängt. Eine solche E-Mail wird auch zugestellt
  (wobei nicht immer, auf die Zustellung einer E-Mail warte ich
  nocht), jedoch kann man darauf als Empfänger nicht mehr antworten,
  da auch die Antwort-E-Mail wieder wegen erfolgloser Zustellung
  irgendwo im gelben Konzern ihre Runden dreht. Dieses
  E-Mail-Einbinden funktioniert meines Erachtens gar nicht.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  Freudig habe ich zur Kenntnis genommen, dass man auch Faxe empfangen
  und senden kann. Nach einem Klick wurde mir eine Fax-Nummer
  zugeteilt. Also schnell ein Testfax handschriftlich gekritzelt, zum
  Papierfax gerannt und losgefaxt. Ich habe ein Übertragungsprotokoll
  mit der Aufrschrift &quot;Übertragung Ok&quot;, aber selbst nach nun drei
  Tagen ist im E-Postbrief-Eingang kein Telefax eingegangen.  Auch
  diese Funktion scheint kaputt zu sein.  Den Versand aus dem
  E-Postbrief-Portal habe ich mir dann geschenkt.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  Da ich noch niemanden kenne, der auch ein solches E-Postbrief-Konto
  hat, habe ich den Versuch gemacht und an meine Postanschrift einen
  E-Postbrief mit normaler Zustellung schreiben wollen. Beim ersten
  Versuch wollte das Anhängen eines Anhangs (siehe dazu auch noch
  unten eine generelle Anmerkung zu Fehlern) nicht klappen und eine
  Fehlerseite erschien. Erfreulicherweise wurde der bisher getippte
  Text als &quot;Entwurf&quot; gespeichert. Jedoch war es mir nicht möglich,
  diesen Entwurf weiter zu bearbeiten, ich konnte ihn mir nur anzeigen
  lassen, eine &quot;Entwurf weiter bearbeiten&quot;-Funktion war nicht
  auszumachen. Was also diese Entwürfe sollen, bleibt das Geheimnis
  des gelben Riesen. Nachdem ich nun einen neuen Brief erstellt und
  losgeschicken wollte, das nächste Ärgernis: Das Guthabenkonto für
  das Porto kann man nur in ganzen Euro-Beträgen aufladen. Das
  erscheint technisch völlig anachronistisch. Von der
  Kundenfreundlichkeit her ist das schlicht unverschämt. Aber um des
  Fortschritts willen investiere ich einen Euro und kann anschließend
  meinen ersten E-Postbrief (Anschreiben plus ein PDF mit zwei Seiten
  als Anhang) versenden. In der Tat, am kommenden Tag lag ein fein
  kuvertierter Brief in meinem Briefkasten. Einzig das PDF war etwas
  grieselig, aber da wird man mit Standardschriften und ähnlichem
  sicherlich optimieren können. Diese Funktion ist wirklich praktisch,
  da man sich das ausdrucken, kuvertieren und frankieren sparen
  und alles bequem via Web-Portal erledigen kann.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  Empfangen habe ich noch nichts: E-Mails wollte das Portal nicht
  empfangen und Telefaxe auch nicht. Nun ja, vielleicht sendet mir ja
  irgendwann mal jemand einen E-Postbrief. Ich habe mir auch eine
  SMS-Benachrichtigung eingerichtet, befürchte aber, dass diese wie so
  vieles anderes auch nicht funktioniern wird. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  Abschließend noch ein riesiges Ärgernis: Ständig erscheinen völlig
  unvermittelt (bspw. beim Absenden von E-Mails, beim Anhängen von PDS
  an einen E-Postbrief) Fehlerseiten der Art &quot;Bitte entschuldigen
  Sie&quot;. Angegeben jeweils völlig kryptische Fehlercodes. Da fragt man
  sich nach wenigen Minuten, ob dies Produkt wirklich so sicher und so
  toll ist, wie der Anbieter werbewirksam behauptet.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  Einschränkend will ich sagen, dass ich vielleicht die Bedienung
  nicht ganz verstanden habe; aber Hilfe-Seiten oder passende
  Dokumentation habe ich nicht finden können, die mir aus den oben
  beschriebenen Fallstricken geholfen hätte.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  Zusammenfassend: Man wird wohl einfach einmal abwarten können, ob
  sich der E-Postbrief oder DE-Mail durchsetzt; auch die Preise werden
  sicherlich noch ein wenig Bewegung erfahren. Ob die Regelungen aus
  den AGBen so Bestand haben werden, ist auch fraglich. Was jedoch
  klar ist: So wie derzeit ausgeliefert, macht das E-Postbrief-System
  den Eindruck als sei es ein halbes Jahr zu früh in Echtbetrieb
  gegangen und als habe man die Testphase gleich an die Benutzer
  delegiert. Ich kann von der Benutzung derzeit nur abraten. Folglich
  werde ich auch nicht verraten, unter welcher Name- und
  Nummernkombination ich &lt;code&gt;@epost.de&lt;/code&gt; zu erreichen bin.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
  &lt;i&gt;Nachtrag:&lt;/i&gt; Nun ist doch endlich eine E-Mail an die
  &lt;code&gt;@dp-mail.de&lt;/code&gt;-Adresse angekommen. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
 &lt;span class=&quot;timestamp-wrapper&quot;&gt; &lt;span class=&quot;timestamp&quot;&gt;2010-08-04 Mi&lt;/span&gt;&lt;/span&gt; &lt;i&gt;Nachtrag 2:&lt;/i&gt; Zufällig entdeckte ich in der
  aktuellen Ausgabe der Wirtschaftswoche eine ähnliche Schilderung von
  Pannen, der Artikel ist auch &lt;a href=&quot;http://www.wiwo.de/unternehmen-maerkte/post-verpatzt-start-des-e-briefs-436971/&quot;&gt;online&lt;/a&gt; verfügbar. 
&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2010/07/25/der-e-postbrief-ein-selbstversuch.html</link>
			</item>
		
			<item>
				<title>Zur Diskussion um ständige und nicht ständige Mitglieder im UN-Sicherheitsrat</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2010/07/22/zur-diskussion-um-stndige-und-nicht-stndige-mitglieder-im-un-sicherheitsrat.html&quot;&gt;&lt;a name=&quot;id-2010-07-22&quot; id=&quot;id-2010-07-22&quot;&gt;&lt;/a&gt;Zur Diskussion um ständige und nicht ständige Mitglieder im UN-Sicherheitsrat &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;


&lt;p&gt;
&lt;i&gt;Vorbemerkung: Ich hatte noch aus dem März diesen Jahres einen Blog-Eintrag&lt;/i&gt;
&lt;i&gt;vorbereitet, aber irgendwie nicht die Muße empfunden, ihn endgültig&lt;/i&gt;
&lt;i&gt;einzustellen. Nachdem nun der deutsche Außenminister Westerwelle bei&lt;/i&gt;
&lt;i&gt;seinem Besuch in Uganda einen ständigen Sitz für Afrika im&lt;/i&gt;
&lt;i&gt;UN-Sicherheitsrat&lt;/i&gt; &lt;a href=&quot;http://springhin.de/bt7F&quot;&gt;forderte&lt;/a&gt;, &lt;i&gt;habe ich mich doch entschlossen, ihn hier&lt;/i&gt;
&lt;i&gt;einzustellen:&lt;/i&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Beim Besuch des deutschen Außenministers Westerwelle in Braslien
im März 2010 hat der brasilianische Präsident Lula da Silva dem
deutschen Gast ein vergiftetes Kompliment gemacht: Der Sicherheitsrat
müsse refomiert werden und Deutschland solle in einem solch
umstrukturierten Gremien einen ständigen Sitz erhalten. Man darf
getrost davon ausgehen, dass das Gift dieses verpackten Komplimentes
darin besteht, dass bei einer Reform des Sicherheitsrates kein Weg an
Brasilien vorbei geht, besonders dann nicht, wenn wohl schon
Deutschland in die Riege der ständigen Mitglieder aufgenommen werden
soll. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an einen Artikel aus FAZ vor
einigen Jahren; leider ist mir das genaue Datum und der Autor
entfallen. Jedenfalls meine ich mich an das Kernargument wie folgt zu
erinnern: Wenn mit dem &lt;i&gt;ständigen Sitz&lt;/i&gt; insbesondere die Möglichkeit
gemeint ist, Beschlüsse des Sicherheitsrates mit einem Veto zu
blockieren, so kann diese Recht eigentlich nur denjenigen eingeräumt
werden, die im Zweifelsfall auch in der Lage sind, Beschlüsse
gegenüber anderen Ländern auch gegen deren Willen durchzusetzen. Und
dies betrifft zustimmende Beschlüsse (was nutzt ein Embargo oder
ähnliches, wenn man es nicht durchsetzen kann?) aber auch ein Veto,
denn auch in diesem Fall muss man beispielsweise notfalls in der Lage
sein, ein betroffenes Land, dem man mit einem Veto Unterstützung
zukommen ließ, gegen andere Länder militärisch zu verteidigen. Der
FAZ-Autor kam seinerzeit zu dem Entschluss, dies könnten nur noch die
USA leisten und daher seien sie die einzige legitime Veto-Macht der
Vereinten Nationen. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Ein irgendwie gearteter reformierter Sicherheitsrat darf folglich nur
solche Länder als Veto-Mächte zulassen, die die Beschlüsse des
Gremiums umsetzen können und wollen - und dies in einem globalen und
nicht nur regionalen Kontext. Natürlich unter Wahrung ihrer
Interessen, das wird man auch einer Veto-Macht immer als legitimen
Antrieb einräumen müssen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Folgt man dieser Logik, dann ist damit auch klar, wer keine Veto-Macht
werden sollte, nämlich Deutschland.&lt;sup&gt;&lt;a class=&quot;footref&quot; name=&quot;fnr.1&quot; href=&quot;#fn.1&quot;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;div id=&quot;footnotes&quot;&gt;
&lt;h2 class=&quot;footnotes&quot;&gt;Fu&amp;szlig;noten: &lt;/h2&gt;
&lt;div id=&quot;text-footnotes&quot;&gt;
&lt;p class=&quot;footnote&quot;&gt;&lt;sup&gt;&lt;a class=&quot;footnum&quot; name=&quot;fn.1&quot; href=&quot;#fnr.1&quot;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; In diesem Zusammenhang fand
ich eine zusammenrecherchierte Zahl der ZEIT instruktiv (vgl. ZEIT
Nr. 10/2010 vom 4. März 2010): Die größte Zahl an Soldaten, die man
nach derzeitigen Vorgaben gleichzeitig zum Einsatz bringen könnte,
betrage 14.000. Dazu bemerkt die Autorin Susanne Gaschke: &quot;Damit kann
man Russland nicht erobern, klar.&quot; Dies bei einer Stärke von 253.000
Männern und Frauen (Stand vom 27. Januar 2010, Quelle:
&lt;a href=&quot;http://www.bundeswehr.de&quot;&gt;http://www.bundeswehr.de&lt;/a&gt;)
&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2010/07/22/zur-diskussion-um-stndige-und-nicht-stndige-mitglieder-im-un-sicherheitsrat.html</link>
			</item>
		
			<item>
				<title>Kurze Anmerkung zum "Mehr Brutto vom Netto"</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2010/07/09/kurze-anmerkung-zum-mehr-brutto-vom-netto.html&quot;&gt;&lt;a name=&quot;id-2010-07-09&quot; id=&quot;id-2010-07-09&quot;&gt;&lt;/a&gt;Kurze Anmerkung zum &quot;Mehr Brutto vom Netto&quot; &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;


&lt;p&gt;
Zur &quot;Reform&quot; (Erhöhung des Krankenkassenbeitrages und Umgestaltung und
damit sicherlich Erhöhung des Zusatzbeitrages) des Gesundheitswesens
mag ich gar nicht viel schreiben; allerdings habe ich mit großem
Interesse das Interview mit Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP)
im Deutschlandfunk gehört. Es entwickelte sich folgender &lt;a href=&quot;http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1218938/&quot;&gt;Dialog&lt;/a&gt;:
&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;

&lt;p&gt;&lt;b&gt;Gerwald Härter:&lt;/b&gt; Was bleibt denn vom hehren liberalen Grundsatz
 &quot;mehr Netto vom Brutto&quot;?
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; 
&lt;b&gt;Philipp Rösler:&lt;/b&gt; Mehr Netto vom Brutto bezieht sich zunächst einmal
 auf das Steuersystem, bedeutet aber, dass wir die Mitte in unserer
 Gesellschaft entlasten müssen, und dazu gehört auch, dass wir
 stabile Sicherungssysteme auf den Weg bringen, denn ohne stabile
 soziale Sicherungssysteme kann eine Gesellschaft nicht
 funktionieren, und wer die Mitte stärken will, der muss den
 Menschen genau solch ein stabiles System bieten, und das haben wir
 gestern noch stabiler gemacht und auf den Weg gebracht.
&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;


&lt;p&gt;
Nach einem Blick in das &lt;a href=&quot;http://www.deutschlandprogramm.de&quot;&gt;Wahlprogramm der FDP&lt;/a&gt; scheint das sogar zu
stimmen; auf Seite 4 heisst es:
&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;

&lt;p&gt;Die FDP will den Bürgerinnen und Bürgern wieder mehr ihres hart
erarbeiteten Geldes belassen. Wir wollen &lt;b&gt;einfache, niedrige und gerechte Steuern&lt;/b&gt; für mehr Netto vom Brutto.
&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;


&lt;p&gt;
Andererseits ist es schon hinterfragenswert, ob man eine steigende
Abgabenlast noch mit dem &quot;mehr Netto vom Brutto&quot; vereinbaren kann. Für
den Bürger ist es letztlich am Ende des Monates auch egal, ob das Geld
beim Finanzamt oder bei der Krankenversicherung landet: Er schaut als
Arbeitnehmer auf seine Gehaltsabrechnung, vergleicht die Werte bei
&quot;Brutto&quot; und &quot;Netto&quot; und stellt fest, dass er schlicht weniger Netto
vom Brutto hat. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Darüberhinaus habe ich mit Interesse zur Kenntnis genommen, dass man
&quot;mehr Netto vom Brutto&quot; auch so deuten kann, dass zur Erreichung
irgend gearteter Stabilität &quot;weniger Netto vom Brutto&quot; auch zugleich
&quot;mehr Netto vom Brutto&quot; bedeutet. Alles klar soweit?
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;i&gt;Nachtrag:&lt;/i&gt; Zwischenzeitlich ist zum gleichen Thema, etwas breiter
angelegt, ein Kommentar von
&lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/politik/sparen-mit-schwarz-gelb-die-netto-luege-1.972307&quot;&gt;Thorsten Denkler in der Süddeutschen Zeitung&lt;/a&gt; erschienen. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;i&gt;2. Nachtrag, vom &lt;span class=&quot;timestamp-wrapper&quot;&gt; &lt;span class=&quot;timestamp&quot;&gt;2010-07-12 Mo&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;:&lt;/i&gt; Unter dem Titel
&lt;a href=&quot;http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,705519,00.html&quot;&gt;Merkels Mehr-Netto-Märchen&lt;/a&gt; nimmt sich Sven Böll in SPIEGEL Online des
Themas &quot;Mehr Netto vom Brutto&quot; an und präsentiert einige
Berechnungen. 
&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2010/07/09/kurze-anmerkung-zum-mehr-brutto-vom-netto.html</link>
			</item>
		
			<item>
				<title>Vorsicht vor den Marginalien bei Steuervereinfachung und Subventionsabbau!</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2010/07/02/vorsicht-vor-den-marginalien-bei-steuervereinfachung-und-subventionsabbau.html&quot;&gt;&lt;a name=&quot;id-2010-07-02&quot; id=&quot;id-2010-07-02&quot;&gt;&lt;/a&gt;Vorsicht vor den Marginalien bei Steuervereinfachung und Subventionsabbau! &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;


&lt;p&gt;
Eine These vorab:
&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;

&lt;p&gt;Unser deutsches Steuersystem ist komplex, es gibt eine Vielzahl von
Ausnahme- und Sondertatbeständen. Subventionen und
Steuervergünstigungen haben um sich gegriffen. Insgesamt würde dem
Steuersystem eine Vereinfachung und ein Kürzen von Subventionen und
Steuererleichterungen helfen. 
&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;


&lt;p&gt;
Der These können sicherlich viele Bürger zustimmen. Zugegeben, bei der
Ausgestaltung und dem Abbau von Subventionen und Steuererleichterungen
würde es Diskussionen und Aufschreien der Betroffenen geben. In diesem
Zusammenhang empfiehlt es sich einmal, einen Blick in die regelmäßig
erscheinenden Subventionsberichte der Bundesregierung zu werfen; allein
schon deshalb, um herauszufinden, was aus Sicht der Regierung hier
alles als Subvention und Steuererleichterung gilt und welchen Umfang
dies ausmacht. Zu beachten ist, dass sich bereits schon an der Frage,
was als Steuererleichterung und was als Subvention gilt, Diskussion
entzündet. Aber bleiben wir einmal beim Selbstbild der
Bundesregierung. Als Bundestagsdrucksache 17/465 hat die
Bundesregierung am 15. Januar 2010 dem Bundestag
ihren 22. Subventionsbericht für die Jahre 2007 bis 2010 vorgelegt,
immerhin ein Konvolut aus 296 Seiten. Ich möchte im folgenden einmal
eine besonders kautzige Steuervergünstigung herausgreifen: Nach § 2
Abs. 2 des Biersteuergesetzes ist der Haustrunk bei Bier, den der
Hersteller an seine Arbeitnehmer als Deputat ohne Entgelt abgibt, von
der Biersteuer befreit. Soweit, so sonderbar. Auf Seite 230 findet
sich hierzu ein &quot;Datenblatt&quot; (bis zum 20. Subventionsbericht hieß das
noch Stellungnahme):
&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;

&lt;table border=&quot;2&quot; cellspacing=&quot;0&quot; cellpadding=&quot;6&quot; rules=&quot;groups&quot; frame=&quot;hsides&quot;&gt;
&lt;caption&gt;&lt;/caption&gt;
&lt;colgroup&gt;&lt;col class=&quot;left&quot; /&gt;&lt;col class=&quot;left&quot; /&gt;
&lt;/colgroup&gt;
&lt;thead&gt;
&lt;tr&gt;&lt;th scope=&quot;col&quot; class=&quot;left&quot;&gt;Lfd.-Nr.&lt;/th&gt;&lt;th scope=&quot;col&quot; class=&quot;left&quot;&gt;51&lt;/th&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/thead&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;left&quot;&gt;&lt;b&gt;Bezeichnung der&lt;/b&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;left&quot;&gt;Befreiung für Haustrunk bei Bier, den der Hersteller an seine Arbeitnehmer als Deputat ohne Entgelt abgibt.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;left&quot;&gt;&lt;b&gt;Steuervergünstigung&lt;/b&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;left&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;left&quot;&gt;&lt;b&gt;Ziel&lt;/b&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;left&quot;&gt;Vergünstigung für Arbeitnehmer&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;left&quot;&gt;&lt;b&gt;Rechtsgrundlage&lt;/b&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;left&quot;&gt;§ 3 Abs. 2 BierStG 1993&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;left&quot;&gt;&lt;b&gt;Status / Befristung&lt;/b&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;left&quot;&gt;unbefristet&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;left&quot;&gt;&lt;b&gt;Finanzielles Volumen&lt;/b&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;left&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;left&quot;&gt;&lt;b&gt;(Schätzung, Mio €)&lt;/b&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;left&quot;&gt;2007: 1, 2008: 1, 2009: 1, 2010: 1&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;left&quot;&gt;&lt;b&gt;Finanzierungsschlüssel:&lt;/b&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;left&quot;&gt;Land: 100%&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;left&quot;&gt;&lt;b&gt;Art der Subvention&lt;/b&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;left&quot;&gt;Sonstige Hilfen für private Haushalte, die mittelbar Betriebe und Wirtschaftszweige begünstigen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;left&quot;&gt;&lt;b&gt;Maßnahme&lt;/b&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;left&quot;&gt;vgl. Bezeichnung der Steuervergünstigung&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;left&quot;&gt;&lt;b&gt;Degression&lt;/b&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;left&quot;&gt;Eine Degression ist nicht vorgesehen, da das Ziel der Maßnahme fortbstehen soll.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;left&quot;&gt;&lt;b&gt;Evaluierung&lt;/b&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;left&quot;&gt;Die Vorschläge der MP Koch und Steinbrück von 2003 bewerten die mit dieser Subvention verbundenenen Steuermindereinnahmen als &quot;Marginalie&quot; und sehen deshalb keinen Abbau vor. Auf eine Evaluierung kann daher verzichtet werden.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;
&lt;tbody&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;left&quot;&gt;&lt;b&gt;Ausblick&lt;/b&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;left&quot;&gt;Die Steuervergünstigung beruht seit 1993 auf EU-Recht (Verbrauchsteuerharmonisierung) und kann deshalb nicht in eine Finanzhilfe umgewandelt werden.&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;/tbody&gt;
&lt;/table&gt;


&lt;/blockquote&gt;


&lt;p&gt;
Zugegeben, das Volumen ist nicht sonderlich groß im Vergleich zu den
Gesamteinnahmen. Es scheint mir doch aber im Hinblick auf eine
Systemvereinfachung symptomatisch zu sein, dass die vielen kleinen
Einzelmaßnahmen und Aspekte ständig &lt;i&gt;nicht&lt;/i&gt; angefasst werden. Und
abgesehen vom Volumen lässt sich natürlich schon die Frage stellen, ob
die Brauereimitarbeiter in dieser Hinsicht gefördert werden sollten,
also ob das überhaupt ein legitimes Ziel ist. Und wenn, warum
beispielsweise Arbeitnehmer anderer Branchen, in denen es
bspw. auch Verbrauchsteuern gibt, nicht in gleicher weise gefördert werden
sollten. Nach kurzem Innehalten hört man schon das Rauschen, das sich
bei jeder Subventionsdiskussion in den Zeitungen niederschlägt, warum
nun genau der &lt;i&gt;Haustrunk&lt;/i&gt; als Steuervergünstigung auf gar keinen Fall
angefasst werden darf. Wie gesagt, es geht nicht um die
Einzelmaßnahme, sondern um das willkürliche Herausgreifen &lt;i&gt;einer&lt;/i&gt;
Vergünstigung und des Umgangs der Bundesregierung hiermit. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Vielleicht ist das aber auch eine ganz neue Erkenntnis, also blättere
ich einmal in den 21. Subventionsbericht der Bundesregierung
(Bundestag-Drucksache 16/6275). Auf Seite 242 findet sich dann ein
vollkommen identischer Eintrag. Abschließend ist hierzu bemerkenswert,
dass die Ministerpräsidenten Koch und Steinbrück mit ihrer
Entscheidung, es handele sich um eine Marginalie, eine Evaluierung
unnötig machen. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Bis zum 20. Subventionsbericht hat die Bundesrgierung anstelle der
heute üblichen Evaluierungsergebnisse noch einzelne Stellungnahmen zu
Subventionen und Steuervergünstigungen abgegeben. Diese lautet zum
&lt;i&gt;Haustrunk&lt;/i&gt; auf Seite 230 des 20. Subventionsberichts
(Bundestag-Drucksache 16/1020):
&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;

&lt;p&gt;&quot;&lt;b&gt;Zeitpunkt der Einführung und Zielsetzung&lt;/b&gt; &lt;br/&gt;
1918: Vergünstigung für Arbeitnehmer &lt;br/&gt;
&lt;b&gt;Befristung&lt;/b&gt; &lt;br/&gt;
unbefristet &lt;br/&gt;
&lt;b&gt;Stellungnahme&lt;/b&gt; &lt;br/&gt;
Gründe bestehen vorerst fort.&quot;
&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;


&lt;p&gt;
Man kann sich ja nun einmal den Spaß machen und nachsehen, ob
irgendwann eine andere Stellungnahme vorlag oder ob die bestehende nur
via Copy&amp;amp;Paste vorgetragen wurde. Man ahnt das Ergebnis:
&lt;/p&gt;&lt;dl&gt;
&lt;dt&gt;19. Subventionsbericht der Bundesregierung&lt;/dt&gt;&lt;dd&gt;(Bundestags-Drucksache
     15/1635), Seite 243 &lt;br/&gt;
     &quot;&lt;b&gt;Zeitpunkt der Einführung und Zielsetzung&lt;/b&gt; &lt;br/&gt;
     1918: Vergünstigung für Arbeitnehmer &lt;br/&gt;
     &lt;b&gt;Befristung&lt;/b&gt; &lt;br/&gt;
     unbefristet &lt;br/&gt;
     &lt;b&gt;Stellungnahme&lt;/b&gt; &lt;br/&gt;
     Gründe bestehen vorerst fort.&quot;
&lt;/dd&gt;
&lt;dt&gt;18. Subventionsbericht der Bundesregierung&lt;/dt&gt;&lt;dd&gt;(Bundestags-Drucksache
     14/6748), Seite 241: &lt;br/&gt;
     14/1500), Seite 164: &lt;br/&gt;
     &quot;&lt;b&gt;Zeitpunkt der Einführung und Zielsetzung&lt;/b&gt; &lt;br/&gt;
     1918: Vergünstigung für Arbeitnehmer &lt;br/&gt;
     &lt;b&gt;Befristung&lt;/b&gt; &lt;br/&gt;
     unbefristet &lt;br/&gt;
     &lt;b&gt;Stellungnahme&lt;/b&gt; &lt;br/&gt;
     Gründe bestehen vorerst fort.&quot;
&lt;/dd&gt;
&lt;dt&gt;17. Subventionsbericht der Bundesregierung&lt;/dt&gt;&lt;dd&gt;(Bundestags-Drucksache
     14/1500), Seite 164: &lt;br/&gt;
     &quot;&lt;b&gt;Zeitpunkt der Einführung und Zielsetzung&lt;/b&gt; &lt;br/&gt;
     1918: Vergünstigung für Arbeitnehmer &lt;br/&gt;
     &lt;b&gt;Befristung&lt;/b&gt; &lt;br/&gt;
     unbefristet &lt;br/&gt;
     &lt;b&gt;Stellungnahme&lt;/b&gt; &lt;br/&gt;
     Gründe bestehen vorerst fort.&quot;
&lt;/dd&gt;
&lt;/dl&gt;


&lt;p&gt;
An dieser Stelle brach ich meine Recherche ab und warte nun umgekehrt,
wieviele Jahre die &quot;Marginalie&quot; via Copy&amp;amp;Paste in die folgenden
Berichte übertragen wird.
&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2010/07/02/vorsicht-vor-den-marginalien-bei-steuervereinfachung-und-subventionsabbau.html</link>
			</item>
		
			<item>
				<title>Code snippets not working at the moment</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2010/07/02/code-snippets-not-working-at-the-moment.html&quot;&gt;Code snippets not working at the moment &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;


&lt;p&gt;
Two of my &lt;a href=&quot;it/org-mode.html&quot;&gt;code snippets&lt;/a&gt; for org-mode are not working with the actual
&lt;code&gt;master&lt;/code&gt; of the git repository. I have to check this and I am going to
fix them when I find enough time for that. 
&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2010/07/02/code-snippets-not-working-at-the-moment.html</link>
			</item>
		
			<item>
				<title>Die vatikanischen Museen und eine kleine Überraschung</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2010/06/27/die-vatikanischen-museen-und-eine-kleine-berraschung.html&quot;&gt;&lt;a name=&quot;id-2010-06-27&quot; id=&quot;id-2010-06-27&quot;&gt;&lt;/a&gt;Die vatikanischen Museen und eine kleine Überraschung &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;


&lt;p&gt;
&lt;i&gt;Hier noch ein kleiner Nachtrag zu meinem Besuch in Rom:&lt;/i&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;/div&gt;

&lt;div id=&quot;outline-container-1-1&quot; class=&quot;outline-3&quot;&gt;
&lt;h3 id=&quot;sec-1-1&quot;&gt;Die vatikanischen Museen &lt;/h3&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-3&quot; id=&quot;text-1-1&quot;&gt;

&lt;p&gt;Nachdem sich auf dem Petersplatz eine gehörige Schlange am Eingang zum
Petersdom gebildet hatte, stand der Entschluss schnell fest, doch
lieber einen kleinen Spaziergang um den Vatikan herum zu machen. Am
Eingang der vatikanischen Museen dann umgekehrte Welt: Keine
Warteschlange. Also hinein und für 15 Euro Eintritt einen Blick in die
Gebäude und auf die ausgestellten Kunstwerke nehmen. Als besonders
herausragend empfand ich die antiken Skulpturen, die in einer
überwältigenden Menge präsentiert wurden. So beispielsweise die
berühmte &lt;i&gt;Laokoon&lt;/i&gt;-Gruppe. Manchmal jedoch wirkten die
Präsentationsflächen ob der schieren Menge vielleicht auch ein
bisschen zugestellt.
&lt;/p&gt;

&lt;div style=&quot;text-align: center&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;img/2010-06-27-rom1.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;~/werkstatt/prj/dbrunner/org/img/2010-06-27-rom1.jpg&quot; alt=&quot;2010-06-27-rom1.jpg&quot;/&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;
Ein Museum mit einer beeindruckenden Sammlung und einer langen
Geschichte. Jedoch, was negativ auffiel, ist die scheinbar völlige
Abwesenheit eines museumdsdidaktischen Konzeptes. Die Exponate standen
zum Teil sehr dicht beeinander, selten durch Tafeln inhaltlich
miteinander verbunden oder überhaupt mit Tafeln erläutert. Einzig an
vereinzelten Exponaten fanden sich kurze Tafeln. Warum nun welche
Skulpturen gezeigt wurden und wie diese im Zusammenhang miteinander
stehen, erschloss sich nicht. Manchmal wirkte die Ausstellung sogar
lieblos: In einem der Gänge standen vor den schön bemalten Wänden
Geschenke, die der Papst wohl von Diözesen sowie während seiner
Auslandsaufenthalte erhalten hatte. Welchen Wert dieser Teil der
Ausstellung hat ist mir schleierhaft. Vor allem da einige der
Geschenke Ausdruck schaurigen Kitsches sind. Herausragend schaurig
darunter eine Vitrine mit Porzellanschwänen, die eine amerikanische
Diozöse geschenkt hatte. Kurzum, das Museum würde ausgesprochen
gewinnen, wenn zu den Exponaten ein passendes museumsdidaktisches
Konzept erarbeitet würde. 
&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;

&lt;/div&gt;

&lt;div id=&quot;outline-container-1-2&quot; class=&quot;outline-3&quot;&gt;
&lt;h3 id=&quot;sec-1-2&quot;&gt;Eine kleine Überraschung: Der Tempietto di Bramante &lt;/h3&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-3&quot; id=&quot;text-1-2&quot;&gt;


&lt;p&gt;
Im Stadtteil Trastevere findet sich auf einer kleinen Anhöhe in der
unmittelbaren Nähe zur spanischen Botschaft im Hof zur Kirche San
Pietro in Monotorio der Tempietto di Bramante. Bramante war seinerzeit
mit dem Bau des Petersdoms beauftragt und angeblich stellte der
Tempietto die Vorlage für Bramantes Planungen dar, so sah sein
Erstentwurf für den Petersdom einen dreischiffigen Zentralbau vor.
Der Tempietto selbst ist ein kleiner, übersichtlicher Rundbau mit
wohltuender Proportionen und wohltuender Symmetrie.
&lt;/p&gt;

&lt;div style=&quot;text-align: center&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;img/2010-06-27-rom2.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;~/werkstatt/prj/dbrunner/org/img/2010-06-27-rom2.jpg&quot; alt=&quot;2010-06-27-rom2.jpg&quot;/&gt;&lt;/a&gt;
&lt;a href=&quot;img/2010-06-27-rom3.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;~/werkstatt/prj/dbrunner/org/img/2010-06-27-rom3.jpg&quot; alt=&quot;2010-06-27-rom3.jpg&quot;/&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;
Allein, der hübsche Tempietto steht doch ein bisschen arg eingestellt
in einem Hof. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Man beachte allerdings, dass die Besichtigung über die Mittagszeit
nicht möglich ist, erst nach der Siesta wird das Portal zum Hof wieder
geöffnet. 
&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;

&lt;/div&gt;

&lt;div id=&quot;outline-container-1-3&quot; class=&quot;outline-3&quot;&gt;
&lt;h3 id=&quot;sec-1-3&quot;&gt;Eine Anektdote als Postscriptum &lt;/h3&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-3&quot; id=&quot;text-1-3&quot;&gt;


&lt;p&gt;
Einen Abend befand ich mich in einer Trattoria im abends und nachts
lebendigen Stadtviertel San Lorenzo nahe der Universität. Zum Essen
bestellte ich eine Karaffe offenen Rotweins. Der kam auch
sofort. Jedoch: Er war eisgekühlt! Nach einer kurzen Nachfrage beim
Kellner kümmerte sich die Chefin des Services gleich umgehend selbst
um uns und bedauerte, dass man uns diesen eiskalten Rotwein serviert
habe. Es kam nach wenigen Augenblicken eine neue Karaffe, diesmal wohl
temperiert. Und der Wein war gut; es gab also gar keinen Grund, ihn
auf Eiseskälte herunterzukühlen. 
&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2010/06/27/die-vatikanischen-museen-und-eine-kleine-berraschung.html</link>
			</item>
		
			<item>
				<title>Einmaligkeit und Alternativlosigkeit als politische Kategorien</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2010/06/22/einmaligkeit-und-alternativlosigkeit-als-politische-kategorien.html&quot;&gt;&lt;a name=&quot;id-2010-06-22&quot; id=&quot;id-2010-06-22&quot;&gt;&lt;/a&gt;Einmaligkeit und Alternativlosigkeit als politische Kategorien &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;


&lt;p&gt;
In die aktuellen politischen Debatten schleichen sich zwei offenkundig
neue Lieblingsvokabeln der politischen Akteure: Die &quot;Einmaligkeit&quot; von
Ereignissen und die &quot;Alternativlosigkeit&quot; ihrer Entscheidungen. Beide
sollen dem Gegenüber den Wind aus den Segeln nehmen und eine gute
Begründung für das eigene Handeln darstellen. Seien es
Bankenrettungsschirme, Euro-Länder-Rettungsschirme oder
Sparpakete. Immer ist von einmaligen Ereignissen und fehlenden
Alternativen die Rede.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
So sprach der erste parlamentarische
Geschäftsführer der Unions-Fraktionen im Bundestag, Peter Altmeier,
am &lt;a href=&quot;http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1204454/&quot;&gt;16. Juni 2010 im Deutschlandfunk&lt;/a&gt;: 
&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;

&lt;p&gt;&quot;Wir haben mit die größte Sparanstrengung seit über 40 Jahren zu
bewältigen. Es gab seit der deutschen Einheit keine derartige
Problemfülle, die von der Politik bewältigt werden musste.&quot;
&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;


&lt;p&gt;
Ähnlich äußerte sich einen Tag früher der Generalsekretär der FDP,
Christian Lindner, im &lt;a href=&quot;http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1203633/&quot;&gt;Deutschlandfunk&lt;/a&gt;:
&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;

&lt;p&gt;&quot;Wir müssen uns Fragen in der Sache stellen, die nicht gekannte
Dimensionen haben.&quot;
&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;


&lt;p&gt;
Mit der oben skizzierten Einmaligkeit und den vermeintlich
außerordentlich großen Problemen soll dem Höhrer klar gemacht werden,
dass Lösungen unglaublich schwer zu finden seien und man doch für den
Umgang der Koalitionäre (&quot;Gurkentruppe&quot;, &quot;Wildsau&quot;, &quot;Rumpelstilzchen&quot;,
um die Vokabeln des Vorsommer-Sommerlochs zu wiederholen) und den
Ergebnissen Verständnis
haben müsse. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Wenn dann eine Entscheidung gefunden wurde, dann ist es doch wiederum
eine Nicht-Entscheidung; denn es gab ja angeblich keine
Alternativen. Es war &quot;alternativlos&quot;, das Rettungspaket für Euro und
Griechenland zu schnüren. TINA (there is no alternative) greift um
sich; ein Umstand auf den Heribert Prantl &lt;a href=&quot;http://www.sueddeutsche.de/politik/fuehrung-fall-merkel-fuer-angie-kommt-tina-1.944947&quot;&gt;in der Süddeutschen Zeitung&lt;/a&gt;
pointiert aufmerksam gemacht hat.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Kurzum, die Herausforderungen sind einmalig, nie gekannt, von nie
erlebter Komplexität und Schwierigkeit und die Lösungen dann
schlussendlich auch noch ohne Alternativen. Politik ist doch eigentlich die
Diskussion und das Ringen um die Wahl aus verschiedenen
Alternativen. Werden solche Alternativen negiert, wird Politik ihres
Kerns beraubt. Dies ist um so kritischer, als die alternativlosen
Lösungen in der Regel nicht aus der Mitte des Parlaments aufs
Tapet kommen, sondern es ist häufig die Exekutive in Gestalt der
EU-Regierungen, in Gestalt der Bundesregierung, in Gestalt von
Ministerkonferenzen der Bundesländer, die es den jeweiligen
Parlamenten schwer und einfach zugleich macht: Schwer, weil das
Parlament nicht mehr um die beste Lösung ringen darf und einfach,
weil man die Verantwortung bei der Regierung belassen kann und
Rettungspakete eben wie gewünscht durchwinkt. Es gab ja auch keine
Alternative. 
&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2010/06/22/einmaligkeit-und-alternativlosigkeit-als-politische-kategorien.html</link>
			</item>
		
			<item>
				<title>Verrechnen leicht gemacht</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2010/06/13/verrechnen-leicht-gemacht.html&quot;&gt;&lt;a name=&quot;id-2010-06-13&quot; id=&quot;id-2010-06-13&quot;&gt;&lt;/a&gt;Verrechnen leicht gemacht &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;

&lt;p&gt;   Folgende Ereignisse finde ich ja sehr erhellend: Telepolis
   &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/tp/blogs/3/121897&quot;&gt;berichtete&lt;/a&gt; von einer Studie (Pollet und Nettle, 2009), in der anhand
   von Daten aus dem &quot;Chinese Health and Family Life Survey&quot; der
   Schluss gezogen wurde, dass die Zahl der Orgasmen einer Frau mit
   dem Einkommen des Partners ansteige:
&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;

&lt;p&gt;&quot;In a large representative sample of the Chinese population, we
found evidence that women's self-reported orgasm frequency
increases with the income of their partner.&quot; (Pollet und Nettle, 2009, S. 149)
&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;


&lt;p&gt;
   Etwas später &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/tp/blogs/3/147390&quot;&gt;berichtete&lt;/a&gt; Telepolis, dass dem wohl doch nicht so
   sei. Was war passiert? Die Forscher Esther Herberich und Torsten
   Hothorn haben die Analysen mit den frei verfügbaren Daten
   nachgerechnet und erhielten andere Ergebnisse (Herberich et al.,
   2010). Ursache war, dass der in der von Pollet und Nettle (2009)
   verwendeten Software (SPSS 15.0) der Algorithmus zur Auswahl des
   besten Modells (verwendet wurde ein &lt;i&gt;ordinal regression model&lt;/i&gt;)
   einen Fehler aufwies: Die Kriterien zur Modellauswahl (Akaike
   Information Criteion (AIC) und Bayesian Information Criterion
   (BIC)) wurden in der Standardeinstellung der Modellauswahl falsch
   berechnet, so dass die Kriterien eigentlich nicht verglichen werden
   konnten. In der Folge kam es zu einer verkehrten Modellauswahl für
   das beste Modell. Herberich et al. berechneten die Analysen mit &lt;a href=&quot;http://www.r-project.org&quot;&gt;R&lt;/a&gt;
   neu und kamen zu anderen Ergebnissen: So konnte das Modell durch
   die Aufnahme weiterer Variablen verbessert werden; und zwar derart,
   dass der Einfluss des Einkommens letztendlich nicht mehr
   signifikant war. In der Korrektur ihres Beitrages fassen Pollet und
   Nettle (2010) dies wie folgt zusammen:
&lt;/p&gt;
&lt;blockquote&gt;

&lt;p&gt;The association in the CHFLS (Chinese Health and Family Life
Survey, D.B.) data between partner wealth and self-reported orgasm
frequency ist best explained by the fact that women with
higher-income partners are healthier, happier, younger, and more
educated than women with lower-income partners. The data do not
support a direct effect of partner income on self-reported orgasm
frequency, once other variables have been controlled for.&quot; (Pollet
und Nettle, 2010, S. 149)
&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;


&lt;p&gt;
   Zusammengefasst: (1) Erst durch das Bereitstellen der Daten konnte
   ein anderes Forscherteam die Anwendung der Methode prüfen und stieß
   auf die oben skizzierten Merkwürdigkeiten. Somit war es möglich,
   nach den Ursachen für die falsche Modellauswahl zu suchen. (2) Es
   zeigt sich, dass eine geschlossene, proprietäre Implementierung so
   ihre Tücken hat; wenn eine Gemeinschaft gegenseitig Kontrolle über
   Implementierungen von Modellen übt und sie verbessert, kann auch
   hier wieder ein System der gegenseitige Kontrolle wirksam werden,
   was zu einer höheren Qualität führen kann.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
   &lt;span style=&quot;text-decoration:underline;&quot;&gt;Literatur:&lt;/span&gt; &lt;br/&gt;
   &lt;i&gt;Pollet, T. und Nettle, D.&lt;/i&gt; (2009), Partner Wealth predicts
   self-reported orgasm frequency in a sample of Chinese women,
   Evolution and Human Behavior, Volume 30, S. 146-151. &lt;br/&gt;
   &lt;i&gt;Herberich, E., Hothorn, T., Nettle, D. und Pollet, T.&lt;/i&gt; (2010), A
   re-evalutation of the statistical model in Pollet and Nettle 2009,
   Evolution and Human Behavior, Volume 31, S. 150-151 (sowie der
   Online Appendix). &lt;br/&gt;
   &lt;i&gt;Pollet, T. und Nettle, D.&lt;/i&gt; (2010), Correction to Pollet and Nettle
   (2009): &quot;Partner wealth predicts self-reported orgasm frequency in
   a sample of Chinese women&quot;, Evolution and Human Behavior, Volume
   31, S. 149. 
&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2010/06/13/verrechnen-leicht-gemacht.html</link>
			</item>
		
			<item>
				<title>Ein Blick auf das neue Mueseum MAXXI in Rom</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2010/06/11/ein-blick-auf-das-neue-mueseum-maxxi-in-rom.html&quot;&gt;Ein Blick auf das neue Mueseum MAXXI in Rom &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;


&lt;p&gt;
In Rom eröffnete Ende Mai das &lt;a href=&quot;http://www.fondazionemaxxi.it/en/museo_chi_siamo.aspx&quot;&gt;MAXXI&lt;/a&gt; (Museo Nazionale delle Arti del
XXI Scolo) mit seinen ersten Ausstellungen. Der Neubau wurde von
&lt;a href=&quot;http://www.zaha-hadid.com/&quot;&gt;Zaha Hadid&lt;/a&gt; entworfen. Grund genug, einmal einen Blick auf die
Architektur von außen zu werfen und einen kleinen Rundgang durch das
Foyer zu unternehmen. Leider fehlte mir die Zeit, die Ausstellung
selbst anzusehen und damit auch einen Blick in die Ausstellungsräume
zu werfen. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Wenn man von der Bushaltestelle der Linie 2 in die Straße des Museums
einbiegt, voller Erwartung auf das neue Bauwerk, so steht man erst
einmal inmitten normaler Bauwerke vor einem breiten, mannshohen Tor,
halb geöffnet mit dem Schriftzug &quot;MAXXI&quot; darauf. Nachdem man hier
durchgeschluüpft ist, zeigt sich das von Zaha Hadid elegant
geschwungene Gebäude mit seiner glatten Fassade. 
&lt;/p&gt;

&lt;div style=&quot;text-align: center&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;img/2010-06-11-maxxi1.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;~/werkstatt/prj/dbrunner/org/img/2010-06-11-maxxi1.jpg&quot; alt=&quot;2010-06-11-maxxi1.jpg&quot;/&gt;&lt;/a&gt;
&lt;a href=&quot;img/2010-06-11-maxxi2.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;~/werkstatt/prj/dbrunner/org/img/2010-06-11-maxxi2.jpg&quot; alt=&quot;2010-06-11-maxxi2.jpg&quot;/&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;
Die Wirkung wird noch unterstrichen durch eine relativ große freie
Fläche, gegliedert mit Fahrweg, Bodenplatten und weißen
Kieselsteinen. Hier lässt sich bequem auf einem der Stühle das Gebäude
betrachten und auf sich wirken lassen. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Im Innern findet sich ein ebenfalls sehr elegant gestaltetes Foyer,
von dem aus die Treppengänge zu den einzelnen Ausstellungsräumen
abzweigen. Von oben fällt Tageslicht durch die Deckenlamellen und
mischen sich - geschickt gemacht - mit dem künstlichen Licht, das von
der Unterseite der Treppengänge ausstrahlt. 
&lt;/p&gt;

&lt;div style=&quot;text-align: center&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;img/2010-06-11-maxxi3.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;~/werkstatt/prj/dbrunner/org/img/2010-06-11-maxxi3.jpg&quot; alt=&quot;2010-06-11-maxxi3.jpg&quot;/&gt;&lt;/a&gt;
&lt;a href=&quot;img/2010-06-11-maxxi4.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;~/werkstatt/prj/dbrunner/org/img/2010-06-11-maxxi4.jpg&quot; alt=&quot;2010-06-11-maxxi4.jpg&quot;/&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;a href=&quot;img/2010-06-11-maxxi5.jpg&quot;&gt;&lt;img src=&quot;~/werkstatt/prj/dbrunner/org/img/2010-06-11-maxxi5.jpg&quot; alt=&quot;2010-06-11-maxxi5.jpg&quot;/&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;
Der Innenraum wirkt trotz seiner futuristischen Gestaltung
ausgesprochen angenehm. Die Treppen, die hohen Räume und die Flächen
wirken von den Proportionen sehr gut auf einander
abgestimmt. Insgesamt ein schönes Gebäude und ein gutes Beispiel
dafür, dass moderne Architektur für das Auge und Erleben sehr gefällig
gestaltet sein kann. Ob man auf dem Platz vor dem Museum nun wirklich
weiße Kiesel auslegen musste, nun denn, das ist wohl
Geschmacksfrage. Dennoch, beim nächsten Rom-Besuch werde ich auch
einer der Ausstellungen einen Besuch abstatten.
&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2010/06/11/ein-blick-auf-das-neue-mueseum-maxxi-in-rom.html</link>
			</item>
		
			<item>
				<title>Änderungen beim Datenschutzhinweis</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2010/04/01/nderungen-beim-datenschutzhinweis.html&quot;&gt;Änderungen beim Datenschutzhinweis &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;


&lt;p&gt;
Bisher hatte ich folgenden Hinweis zum Datenschutz in meinem Impressum
hinterlegt:
&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;

&lt;p&gt;Ich speichere und verarbeite &lt;b&gt;keine&lt;/b&gt; Daten zu Ihrem
Besuch auf dieser Seite. 
&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;


&lt;p&gt;
Durch ein Update meines Webseiten-Paketes erhalte ich nun Zugang zu
den anonymisierten Daten der Webserver-Logfiles. Aus diesem Grund
ändert sich der Text &lt;a href=&quot;kontakt.html&quot;&gt;wie folgt&lt;/a&gt;:
&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;

&lt;p&gt;Mein Hoster &lt;a href=&quot;http://www.strato.de&quot;&gt;Strato&lt;/a&gt; protokolliert jeden einzelnen Zugriff
auf eine Element dieser Homepage. Diese sogenannten Logfiles werden
von mir von Zeit zu Zeit ausgewertet, um einen Überblick über die
Besuche zu erhalten und Ansatzpunkte für Verbesserungen zu finden. Die
Einträge in den Logfiles werden von Strato zur Sicherung des
Datenschutzes anonymisiert. Ich erhalte den Host-Anteil der Adresse,
oder wenn dieser nicht ermittelbar ist, eine komplett anonymisierte
Adresse. Ein Rückverfolgen zu Ihrer IP-Adresse ist mir nicht
möglich. Weitere Informationen hierzu hält Strato auf seiner &lt;a href=&quot;http://strato-faq.de/view.php4?articleid=718&amp;amp;extern=1&quot;&gt;FAQ-Seite&lt;/a&gt;
bereit. Wenn Sie hierzu weitere Fragen haben, senden Sie mir einfach
eine E-Mail. Darüberhinaus speichere und verarbeite ich keine Daten
zu Ihrem Besuch auf dieser Seite.
&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;


&lt;p&gt;
Ich denke, das ist ein guter Kompromiss zwischen statistischen
Auswertungen zur Webseite und dem Datenschutz des Betrachters. Ich
werde Sie auch weiterhin nicht mit Verfolgetechniken (Cookies und
ähnliches) belästigen, um etwas über Sie oder Ihre Art, meine Homepage
zu betrachten, herauszufinden.
&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2010/04/01/nderungen-beim-datenschutzhinweis.html</link>
			</item>
		
			<item>
				<title>Ein Beispiel für verschwurbelte Texte aus dem Koalitionsvertrag</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2010/03/27/ein-beispiel-fr-verschwurbelte-texte-aus-dem-koalitionsvertrag.html&quot;&gt;&lt;a name=&quot;id-2010-03-27&quot; id=&quot;id-2010-03-27&quot;&gt;&lt;/a&gt;Ein Beispiel für verschwurbelte Texte aus dem Koalitionsvertrag &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;


&lt;p&gt;
Ich hatte ihn mir schon recht früher heruntergeladen, den
Koalitionsvertrag von CDU/CSU/FDP zur 17. Legislaturperiode&lt;sup&gt;&lt;a class=&quot;footref&quot; name=&quot;fnr.1&quot; href=&quot;#fn.1&quot;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt;, aber erst nach der Sendung
&quot;Querköpfe&quot; im DLF (gesendet am 27. Januar 2010) mit und über
&lt;a href=&quot;http://www.venske.de&quot;&gt;Henning Venske&lt;/a&gt;, 
habe ich mir dann doch einmal die Mühe gemacht, das PDF-File
zu öffnen. Unsere gewählten Vertreter schmettern uns als erste Sätze
folgende Ouvertüre entgegen:
&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;

&lt;p&gt;&quot;Wir stellen den Mut zur Zukunft der Verzagtheit entgegen. Wir wollen
unserem Land eine neue Richtung geben. Freiheit zur Verantwortung ist
der Kompass dieser Koalition der Mitte. Wir führen Deutschland in
Bildung, Wissenschaft und Forschung an die Weltspitze, um kommenden
Generationen ein Leben in Wohlstand, Gerechtigkeit und Sicherheit zu
ermöglichen. So wollen wir mit neuem Denken die Zukunft gestalten.&quot;
&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;


&lt;p&gt;
Lebendiges Deutsch schaut anders aus, aber gut. Ich identifiziere in
den ersten drei Sätzen folgende Verben: &quot;stellen &amp;hellip; entgegen&quot;,
&quot;wollen &amp;hellip; Richtung geben&quot; und &quot;&amp;hellip;ist&amp;hellip;&quot;; soweit so
umständlich. Aber ist den Autoren aufgefallen, wie hohl und hölzern
ihre Begriffe sind? Wie kann &quot;Freiheit zur Verantwortung&quot; ein
&quot;Kompass&quot; darstellen? Wie muss man sich dies vorstellen? Vor allem,
wie soll denn aus dieser angeblichen Orientierung das Land eine
neue Richtung erhalten? 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, als hätten die Autoren
doch noch ein bisschen viel Opel-Krise im Hinterkopf gehabt: Lautete
nicht deren Werbespruch über Jahre &quot;Frisches Denken für bessere Autos&quot;?
Da klingt doch &quot;mit neuem Denken die Zukunft gestalten&quot; ähnlich
werbephrasenhaft. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Jedenfalls, wir sollten uns bei jeder Zeitungsnachricht über die
Koalition (und oft berichtete Dissonanzen) daran erinnern: &quot;&lt;i&gt;Freiheit&lt;/i&gt;
&lt;i&gt;zur Verantwortung ist der Kompass dieser Koalition der Mitte.&lt;/i&gt;&quot; Wenn
das mal nicht in Orientierungslosigkeit endet&amp;hellip;
&lt;/p&gt;
&lt;div id=&quot;footnotes&quot;&gt;
&lt;h2 class=&quot;footnotes&quot;&gt;Fu&amp;szlig;noten: &lt;/h2&gt;
&lt;div id=&quot;text-footnotes&quot;&gt;
&lt;p class=&quot;footnote&quot;&gt;&lt;sup&gt;&lt;a class=&quot;footnum&quot; name=&quot;fn.1&quot; href=&quot;#fnr.1&quot;&gt;1&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Hier
eine Quelle von der Homepage der CDU:
&lt;a href=&quot;http://www.cdu.de/portal2009/29145.htm&quot;&gt;http://www.cdu.de/portal2009/29145.htm&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2010/03/27/ein-beispiel-fr-verschwurbelte-texte-aus-dem-koalitionsvertrag.html</link>
			</item>
		
			<item>
				<title>Das Restaurant Si An in Berlin</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2010/03/22/das-restaurant-si-an-in-berlin.html&quot;&gt;&lt;a name=&quot;id-2010-03-22&quot; id=&quot;id-2010-03-22&quot;&gt;&lt;/a&gt;Das Restaurant Si An in Berlin &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;


&lt;p&gt;
Nun schon zum wiederholten mal hat es mich in Berlin im Stadtteil
Prenzlauer Berg in das &lt;a href=&quot;http://www.sian-berlin.de&quot;&gt;Si An&lt;/a&gt; in Berlin verschlagen. In einem kleinen,
liebevoll (man beachte auch die Dekoration vor dem Lokal am
Bürgersteig) eingerichteten Lokal erwartet den Gast feine
vietnamesische Küche. Es gibt zwar eine Karte, aber es empfiehlt sich,
eine der Tagesempfehlungen auszuwählen. Die Speisen zeichnen sich
durch sehr feinsinnig abgestimmte Geschmack und Gewürzauswahl aus. Ein
Platz zum Wohlfühlen und Weiterempfehlen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Si An &lt;br/&gt;
Rykestraße 36, 10405 Berlin &lt;br/&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.sian-berlin.de&quot;&gt;http://www.sian-berlin.de&lt;/a&gt; 
&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2010/03/22/das-restaurant-si-an-in-berlin.html</link>
			</item>
		
			<item>
				<title>Eine verschwurbelte Stellenausschreibung</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2010/03/21/eine-verschwurbelte-stellenausschreibung.html&quot;&gt;&lt;a name=&quot;id-2010-03-21&quot; id=&quot;id-2010-03-21&quot;&gt;&lt;/a&gt;Eine verschwurbelte Stellenausschreibung &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;


&lt;p&gt;
Die &lt;a href=&quot;http://www.uni-giessen.de&quot;&gt;Justus-Liebig-Universität Gießen&lt;/a&gt; (JLU) schreibt auf ihrer &lt;a href=&quot;http://www.uni-giessen.de/stellenmarkt/angebote2.php?ber=0&amp;amp;kat=2&quot;&gt;Stellenmarkt-Homepage&lt;/a&gt;
Stellen für Professoren derzeit mit folgendem Textblock aus (hier am
Beispiel der Ausschreibung für die W2-Professur für Soziologie mit dem
Schwerpunkt Methoden der international vergleichenden Sozialforschung
im Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften, Einsendeschluss
am 20. April 2010):
&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;

&lt;p&gt;&quot;Die Justus-Liebig-Universität Gießen strebt einen höheren Anteil von
Frauen im Wissen- schaftsbereich an; deshalb bitten wir qualifizierte
Wissenschaftlerinnen nachdrücklich, sich zu bewerben. Aufgrund des
Frauenförderplanes besteht eine Verpflichtung zur Erhöhung des
Frauenanteils. Die Justus-Liebig-Universität verfolgt auch das Ziel
einer verstärkten Gewinnung von Führungskräften mit Gender- und
Familienkompetenz. Die Justus-Liebig-Universität versteht sich als
familiengerechte Hochschule. Bewerberinnen und Bewerber mit Kindern
sind willkommen.&quot;
&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;


&lt;p&gt;
Was genau versteht die JLU unter &quot;Gewinnung von Führungskräften mit
Gender- und Familienkompetenz?&quot; Über das Suchformular der JLU zur
&quot;Genderkompetenz&quot; (Stand &lt;span class=&quot;timestamp-wrapper&quot;&gt; &lt;span class=&quot;timestamp&quot;&gt;2010-03-21 So&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;) findet man Hinweise auf
Forschungsprojekte des FB03, zur &quot;Familienkompetenz&quot; keinen Treffer. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Möglicherweise wünscht sich die JLU etwas sehr Sinnvolles, allein es
ist als nicht so recht möglich über ihre Homepage herauszufinden,
worum es genau geht.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Eine Suche über as Portal &lt;a href=&quot;http://www.hessen.de&quot;&gt;http://www.hessen.de&lt;/a&gt; brachte auch keine
Erhellung; also suchte ich über die Seite des
&lt;a href=&quot;http://www.bmfsfj.de/&quot;&gt;Bundesministeriums für Familie, Senioren,Frauen und Jugend&lt;/a&gt;. Dieses ist
laut seiner Homepage &lt;a href=&quot;http://www.gender-mainstreaming.net&quot;&gt;http://www.gender-mainstreaming.net&lt;/a&gt; das
federführende Ressort für die &quot;Anwendung des Leitprinzips
Geschlechtergerechtigkeit innerhalb der Bundesregierung&quot;. Mit dem vom
Ministerium geförderten &lt;a href=&quot;http://www.genderkompetenz.info&quot;&gt;GenderKompetenzZentrum&lt;/a&gt;, einem
Forschungsinstitut an der Humboldt-Universität Berlin, wird diese
Arbeit begleitet und unterstützt. Dort lese
&lt;a href=&quot;http://www.genderkompetenz.info/genderkompetenz&quot;&gt;ich folgende&lt;/a&gt; Definition:
&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;

&lt;p&gt;&quot;Gender-Kompetenz ist die Fähigkeit von Personen, bei ihren Aufgaben
Gender-Aspekte zu erkennen und gleichstellungsorientiert zu
bearbeiten. Gender-Kompetenz ist eine Voraussetzung für erfolgreiches
Gender Mainstreaming. Gleichzeitig wird durch die Umsetzung von Gender
Mainstreaming neue Gender-Kompetenz erzeugt. Gender-Kompetenz setzt
sich aus den Elementen Wollen, Wissen und Können zusammen: (&amp;hellip;)&quot;
&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2010/03/21/eine-verschwurbelte-stellenausschreibung.html</link>
			</item>
		
			<item>
				<title>Kuler, eine Web-Anwendung zum Farben abmischen von Adobe</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2010/03/07/kuler-eine-web-anwendung-zum-farben-abmischen-von-adobe.html&quot;&gt;&lt;a name=&quot;id-2010-03-07&quot; id=&quot;id-2010-03-07&quot;&gt;&lt;/a&gt;Kuler, eine Web-Anwendung zum Farben abmischen von Adobe &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;

&lt;p&gt;Im Blog von &lt;a href=&quot;http://www.presentationzen.com&quot;&gt;Garr Reynolds&lt;/a&gt; fand ich vor kurzem einen netten &lt;a href=&quot;http://www.presentationzen.com/presentationzen/2009/11/using-kuler-to-create-color-themes.html&quot;&gt;Hinweis&lt;/a&gt; auf
eine Web-Anwendung: Für mich als im Bereich Grafik, Farben etc. wenig
Beschlagenen ist es immer schwierig, passende Farbzusammenstellungen
zu finden. Mit &lt;a href=&quot;http://kuler.adobe.com/&quot;&gt;Kuler&lt;/a&gt; von Adobe kann man Farbschemata nach bestimmten
Mustern erstellen, verändern und diese auch abspeichern. Man kann für
die Farben auch auf eine Bild-Datei zurückgreifen und daraus eine
Farbe herauswählen. Dabei werden diese dann in verschiedenen Formaten
ausgegeben und man kann sie beispielsweise für eine Webseite
weiterverwenden. Das Ganze lässt sich (Achtung, Flash-Anwendung),
leicht und bequem bedienen. Eine wirkliche feine und nette Anwendung. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;span style=&quot;text-decoration:underline;&quot;&gt;Links:&lt;/span&gt; &lt;br/&gt;
&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://kuler.adobe.com&quot;&gt;http://kuler.adobe.com&lt;/a&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.presentationzen.com/presentationzen/2009/11/using-kuler-to-create-color-themes.html&quot;&gt;http://www.presentationzen.com/presentationzen/2009/11/using-kuler-to-create-color-themes.html&lt;/a&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2010/03/07/kuler-eine-web-anwendung-zum-farben-abmischen-von-adobe.html</link>
			</item>
		
			<item>
				<title>CeBIT 2010</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2010/03/04/cebit-.html&quot;&gt;&lt;a name=&quot;id-2010-03-04&quot; id=&quot;id-2010-03-04&quot;&gt;&lt;/a&gt;CeBIT 2010 &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;


&lt;p&gt;
Trotz erneut markigem Auftritt (mit Begriffen wie Webciety oder dem
Beschwören von &quot;Lösungen&quot; als Konzept im Gegensatz zu früheren
Hardware-Schauen) geriet mein diesjähriger CeBIT-Besuch zur
Enttäuschung. Ich stellte fest, dass einige der Unternehmen, die ich
besuchen wollte, entweder den Stand massiv reduziert hatten oder
schlicht zu Hause geblieben sind. Somit sank die Zahl der &quot;guten
Gespräche&quot; auf ein historisches Tief. Darüberhinaus schien es zum Teil
so zu sein, als würde die CeBIT auch nur noch als medialer Punkt in
der Dramaturgie von Marketing-Spezialisten. Kleine Geschichte am Rande
hierzu: Microsoft stellte eine Demo-Version des neuen
Mobiltelefonbetriebsystems Microsoft Windows Phone 7 vor; auf die Rückfrage, ob
denn die Applikationen auch nur über ein Shop-Konzept wie bei Apple
auf das Gerät kommen, wich der Präsentator aus: Man müsse mit der
Antwort auf diese Frage doch noch zwei Wochen warten, bis zur nächsten
Mix (der Entwickler-Hausmesse von Microsoft). 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;i&gt;Nachtrag vom &lt;span class=&quot;timestamp-wrapper&quot;&gt; &lt;span class=&quot;timestamp&quot;&gt;2010-03-07 So&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;:&lt;/i&gt; Eine interessante Diskussion zum Design
von Windows Phone 7 findet sich im &lt;a href=&quot;http://www.edwardtufte.com/bboard/q-and-a-fetch-msg?msg_id=0003cy&amp;amp;topic_id=1&amp;amp;topic=Ask+E.T.&quot;&gt;Forum von Edward Tufte&lt;/a&gt;. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
&lt;i&gt;Nachtrag vom &lt;span class=&quot;timestamp-wrapper&quot;&gt; &lt;span class=&quot;timestamp&quot;&gt;2010-03-16 Di&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;:&lt;/i&gt; Nun haben wir also fast zwei Wochen
gewartet und mit Spannung lüftet Microsoft auf seiner
Entwicklerkonferenz &lt;a href=&quot;http://www.microsoft.com/events/mix/&quot;&gt;Mix&lt;/a&gt; das Geheimnis um die ersten
Windows-Phone-Anwendungen. Der Heise-Verlag hat hierzu eine Mitteilung
&lt;a href=&quot;http://www.heise.de:80/mobil/meldung/Microsoft-zeigt-erste-Windows-Phone-Anwendungen-955528.html&quot;&gt;verfasst&lt;/a&gt;, in der es unter anderem über die neuen Anwendungen für das
Windows Phone Betriebsystem heisst:
&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;

&lt;p&gt;&quot;Bekommen wird man diese Anwendungen ausschließlich über einen
runderneuerten Windows Phone Marketplace, der diverse Vertriebsmodelle 
unterstützen wird (kostenlos, Freemium, Trial, Bezahlung über 
Kreditkarte oder Mobilfunkanbieter).&quot;
&lt;/p&gt;
&lt;/blockquote&gt;


&lt;p&gt;
Damit schwenkt Microsoft für seine mobilen Anwendungen auf Basis von
Microsoft Phone auf das Geschäftsmodell von Apple ein. 
&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2010/03/04/cebit-.html</link>
			</item>
		
			<item>
				<title>Beschleunigung als soziales Phänomen</title>
				<description>&lt;div id=&quot;outline-container-1&quot; class=&quot;outline-2&quot;&gt;
&lt;h2 id=&quot;sec-1&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.dbrunner.de/blog/2010/02/15/beschleunigung-als-soziales-phnomen.html&quot;&gt;&lt;a name=&quot;id-2010-02-15&quot; id=&quot;id-2010-02-15&quot;&gt;&lt;/a&gt;Beschleunigung als soziales Phänomen &lt;/a&gt;&lt;/h2&gt;
&lt;div class=&quot;outline-text-2&quot; id=&quot;text-1&quot;&gt;


&lt;p&gt;
Wozu späte Autofahrten gut sein können: Im September 2009 habe ich in
den Funkhausgesprächen bei WDR5 eine interessante Gesprächsrunde zum
&lt;a href=&quot;http://medien.wdr.de/m/1255182131/radio/philosophischesradio/wdr5_das_philosophische_radio_20091009_2100.mp3&quot;&gt;Thema &quot;Beschleunigung&quot;&lt;/a&gt; gehört. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Die Thesen eines der Diskutanten, des Soziologen Hartmut Rosa von der
Universität Jena, haben mich recht lange noch beschäftigt (so habe ich
unter anderem auch einmal Einblick in seine Habilitationsschrift
&lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/Beschleunigung-Die-Veränderung-Zeitstrukturen-Moderne/dp/3518293605/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;amp;s=books&amp;amp;qid=1266258599&amp;amp;sr=8-1&quot;&gt;&quot;Beschleunigung - Die Veränderung der Zeitstrukturen in der Moderne&quot;&lt;/a&gt;
genommen); ein Punkt daraus, soweit ich das richtig verstanden habe:
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Wir nehmen den Fortschritt in der Moderne als sich ständig höhere
drehende Anforderungen an unsere geistige Verarbeitungskapazität
wahr. Wenn wir nicht innert Stunden auf eine E-Mail reagieren, werden
Absender nervös. Ständig kommen von überall Nachrichten und
Mitteilungen auf uns zu. Wir leben in einem ständigen Gefühl des
Überfordertseins aufgrund einer wahrgenommenen &lt;i&gt;Beschleunigung&lt;/i&gt; in
unserer Welt. Dabei ist jedoch zu sehen, dass es zwar technologischer
Fortschritt sein kann, der bestimmte Handlungsweisen erst möglich
macht: So erreiche ich viele Orte erst mit dem Flugzeug in akzeptabler
Zeit. E-Mails sind schneller zugestellt als die Schneckenpost. Aber,
so eine wichtige These, das Gefühl der Beschleunigung ist zu einem
großen Teil ein &lt;i&gt;soziales Phänomen&lt;/i&gt;. Mit der schnellen E-Mail, um bei
diesem Beispiel zu bleiben, verändert sich das Kommunikationsverhalten
und die -konventionen: Dass man eben schnell auf eine E-Mail antwortet
und sich nicht wie früher bei einem Brief mehr Zeit lässt. Oder anders
gewendet: Die Technik erlaubt uns, heute mehr E-Mails zu schreiben als
früher Briefe und schneller zu kommunizieren. Statt nun diesen
Produktivitätsfortschritt zu nutzen und die gewonnene Zeit mit
Müßiggang zu verbringen, schreiben wir deutlich mehr E-Mails, müssen
mehr Nachrichten verarbeiten, werden ggf. sogar wie Push-Diensten auf
dem Mobiltelefon mit der elektronischen Post versorgt und fühlen uns
zunehmen gehetzt und überfordert. Und Ausbrechen wird nicht so
einfach, da uns irgendwann sonst die sozialen Brücken zu unserem
Umfeld verloren gehen. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Insgesamt ein spannendes Thema und ich habe aus den von mir gelesenen
Arbeiten von Hartmut Rosa sehr viel gelernt, insbesondere öfter nach
den sozialen Ursachen bestimmte Entwicklungen zu fragen und diese zu
analysieren. Eine reine Technikzentriertheit führt hier (wie auch an
anderen Stellen bspw. des Internets) nicht zum Ziel. 
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
Weitere Links zu einem Interview mit der Zeit (sowie einem
Schwerpunktthema zur Wiederentdeckung des Nichtstuns) und zu Harmuts
Rosas Homepage bei der Universität Jena: &lt;br/&gt;
&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/2010/01/Interview-Rosa&quot;&gt;http://www.zeit.de/2010/01/Interview-Rosa&lt;/a&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.zeit.de/2010/01/Die-Wiederentdeckung-des-Nichtstuns&quot;&gt;http://www.zeit.de/2010/01/Die-Wiederentdeckung-des-Nichtstuns&lt;/a&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;http://www.soziologie.uni-jena.de/HartmutRosa.html&quot;&gt;http://www.soziologie.uni-jena.de/HartmutRosa.html&lt;/a&gt;
&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

&lt;/div&gt;
&lt;/div&gt;
</description>
				<link>http://www.dbrunner.de/blog/2010/02/15/beschleunigung-als-soziales-phnomen.html</link>
			</item>
		
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